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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert etwas schwächer

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Nach seinen Vortagesgewinnen hat der Dax am Freitag etwas tiefer eröffnet. In den ersten Handelsminuten gab der Leitindex 0,73 Prozent auf 6207 Punkte ab. Die negativen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Asien hätten einen noch schwächeren Auftakt erwarten lassen, hieß es.

          Belastet von den Vorgaben aus Übersee hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag Verluste verbucht und damit nicht an die Serie von vier freundlichen Handelstagen anknüpfen können. Der Leitindex Dax fiel um 0,73 Prozent auf 6207 Punkte. Der MDax gab um 0,71 Prozent auf 8448 Punkte nach. Für den TecDax ging es um 0,71 Prozent auf 787 Punkte nach unten.

          Sowohl die Wall Street als auch die Börse in Tokio drückten mit Verlusten auf die Stimmung, die von anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Europa geprägt war. Wenig förderlich waren Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der sich in einem Interview skeptisch zur Rückzahlung griechischer Staatsschulden zeigte. Banken gehörten im Sog dessen zu den Verlierern: Aktien der Deutschen Bank gaben um 2,51 Prozent auf 49,59 Euro nach und Commerzbank verloren 1,96 Prozent auf 6,24 Euro. EADS legten nach Zahlen um 1,22 Prozent zu. Deutsche Post legten leicht zu.

          Deutsche Anleihen: Kursgewinne zum Start

          Der deutsche Rentenmarkt ist am Freitag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future kletterte am Morgen um 0,16 Prozent auf 126,06 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,883 Prozent. Der deutsche Rentenmarkt dürfte aus Sicht der HSH Nordbank insgesamt gut behauptet tendieren. Gründe seien schwächere Aktienmärkte und anhaltender Unmut über die Schuldensituation innerhalb der Eurozone, heißt es im Morgenkommentar der Bank. Der schwächere Euro belaste allerdings. Angesichts des europäischen „Brückentages“ sei mit einem unterdurchschnittlichen Umsatz zu rechnen. Erst am Nachmittag, wenn amerikanische Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze auf der Agenda stehen, sollte sich der Handel etwas beleben. Mit den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion stehen aus Sicht der Landesbank Hessen-Thüringen harte Daten auf der Agenda, die zeigen müssten, ob den starken Frühindikatoren eine Belebung der Wirtschaftsaktivität folge. Verstärkte Zinserhöhungserwartungen dürften aber nicht aufkommen, erwartet das Bankhaus.

          Devisen: Euro bleibt in Reichweite von 14-Monats-Tief

          Der Euro ist auch am Freitag in Reichweite seines 14-Monats-Tiefs geblieben. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,2556 amerikanische Dollar. Ein Dollar war 0,7962 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,2587 (Mittwoch: 1,2686) Dollar festgesetzt. Anhaltender Unmut über die Schuldensituation innerhalb der Eurozone hält den Euro aus Sicht von Experten weiter unter Druck. Trotz zusätzlicher Einsparungen und Steuererhöhungen in Spanien und Portugal hielt der Druck am Donnerstag an. Dabei kürzt die spanische Regierung zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Landes die Gehälter von Ministern und Beamten. Portugal kündigte am Donnerstag überraschend Steuererhöhungen an, die Lissabon vor kurzem noch ausgeschlossen hatte.

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