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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert etwas leichter

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Angesichts der anhaltenden Sorgen um Refinanzierung des stark verschuldeten griechischen Staates ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag etwas leichter in den Handel gestartet. Aner nicht nur wegen Griechenland standen auch am Freitag wieder Bankenwerte im Blickfeld.

          Angesichts der anhaltenden Sorgen um Griechenland ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag etwas leichter in den Handel gestartet. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,65 Prozent auf 7064 Punkte und nahm so wieder Kurs auf die als besonders wichtig eingeschätzte Marke von 7000 Punkten. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,75 Prozent auf 10 479 Punkte bergab. Der TecDax fiel um 0,68 Prozent auf 869 Punkte.

          Nicht nur wegen Griechenland standen auch am Freitag wieder Bankenwerte im Blickfeld. Aktien der Deutschen Bank büßten 0,73 Prozent auf 39,48 Euro ein, was Börsianer mit Berichten über Basel-III-Kapitalanforderungen begründeten. So heißt es, die Bankenregulierer wollten in der kommenden Woche deutlich höhere Kapitalquoten für die nunmehr 30 größten und damit systemrelevanten Banken der Welt beschließen. Laut zwei mit den Vorgängen betrauten Personen sollen dabei die acht wichtigsten Institute künftig wohl eine Kernkapitalquote von mindestens 9,5 Prozent aufweisen - das sind 2,5 Prozentpunkte mehr, als das Basel III genannte Regime für die Kapitalausstattung eigentlich vorsehe. „Das dürfte die Aktien systemrelevanter Banken etwas belasten“, sagte ein Händler.

          Commerzbank-Titel hielten sich indes besser als der Markt. Sie lagen nur knapp mit 0,07 Prozent im Minus bei 3,033 Euro. Börsianer verwiesen darauf, dass die Papiere der Frankfurter Bank angesichts einer anstehenden Neugewichtung des Dax und der jüngst vollzogenen Kapitalerhöhung ein stärkeres Gewicht im deutschen Leitindex bekommen dürften. Um 0,12 Prozent auf 129,65 Euro nach oben ging es dagegen bei den Aktien von Volkswagen. Laut Händlern stehen sie mit der Hauptversammlung bei Porsche im Blickfeld der Anleger. Im Mittelpunkt des Aktionärstreffens dürfte die gemeinsame Zukunft der beiden Autobauer stehen. Zudem waren die Auto-Neuzulassungen im Mai in der Europäischen Union gestiegen, wie der europäische Branchenverband ACEA mitteilte. Unter den wenigen Gewinnern waren ferner noch die defensiv angesehen Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius zu finden. Sie gewannen 0,07 Prozent auf 70,14 Euro.

          Deutsche Anleihen tendieren etwas schwächer zur Eröffnung

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Freitag etwas schwächer in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank um 0,06 Prozent auf 126,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,915 Prozent. Fundamentale Impulse bleiben zum Wochenausklang Mangelware. Sowohl im Euroraum als auch in den Vereinigten Staaten werden nur wenige Konjunkturdaten veröffentlicht. Größtes Interesse dürfte das Konsumklima der Uni Michigan für Juni auf sich ziehen. In der Griechenland-Krise rücken zusehends politische Faktoren in den Blick: So treffen sich am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, um über die Einbindung privater Gläubiger in das zweite Rettungspaket für Athen zu sprechen. Während Deutschland weitere Staatshilfen für Athen an eine Beteiligung privater Investoren knüpft, gibt sich Frankreich in dieser Frage zurückhaltend.

          Möglicher Ausfall Griechenlands wiegt schwer für den Euro

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