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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert etwas fester

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Die amerikanische Konjunkturdaten sind uneinheitlich ausgefallen. Während die Erzeugerpreise im April stärker gestiegen sind als erwartet, wurden die Einzelhandelsumsätze im März nachträglich deutlich nach oben revidiert. Im April sind die Umsätze im Einzelhandel etwas weniger stark gestiegen als prognostiziert. Zahlen vom Arbeitsmarkt haben die Erwartungen in etwa getroffen. Energiewerte gerieten zunächst deutlich unter Druck, konnten sich aber im Verlauf berappeln. Exxon verloren noch 0,1 Prozent, Chevron gewannen 0,5 Prozent. Stärkste Gewinner waren Merck mit plus 1,6 Prozent, IBM mit 1,6 Prozent, Coca-Cola mit plus 1,5 Prozent und McDonald's mit plus 1,5 Prozent. Konjunkturabhängige Titel blieben hinter dem Markt zurück, so etwa Caterpillar mit minus 1,2 Prozent. Ebenfalls schwach tendierten die Finanzwerte. American Express verloren 0,6 Prozent, und J.P.Morgan 0,3 Prozent. Cisco Systems büßten 4,8 Prozent auf 16,93 Dollar ein. Damit verbuchte die Aktie mit weitem Abstand die höchsten Kursverluste im Dow-Jones-Index. Der Netzausrüster hat im dritten Geschäftsquartal wegen schwacher Margen 18 Prozent weniger verdient und reagiert nun mit einem Stellenabbau auf seine Probleme. Aktien von Kohl's stiegen um 3,9 Prozent auf 55,68 Dollar. Mit einem Gewinn je Aktie von 0,73 Dollar hat der Einzelhändler den Analystenkonsens auf den Punkt genau getroffen. Für das Gesamtjahr hat Kohl's, die in 49 Bundesstaaten insgesamt 1.097 Geschäfte betreibt, die Gewinnprognose leicht erhöht. Symantec steigerten sich nach Veröffentlichung von Quartalsergebnissen am Vorabend um 5,2 Prozent auf 20,42 Dollar. Der Anbieter von Sicherheitssoftware hat mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Auch der Ausblick auf das erste Quartal lag etwas über den Vorhersagen von Analysten.

Kurse amerikanischer Anleihen tendierten am Donnerstag leichter

Die am Donnerstag wieder gestiegene Risikofreude der Investoren hat zu einem Verlust bei den Notierungen der amerikanische Anleihen geführt. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent fielen um 8/32 auf 99-5/32, die Papiere rentierten mit 3,223 Prozent. Der Kurs der mit 4,750 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe verlor 26/32 auf 106-20/32. Ihre Rendite stand bei 4,35 Prozent. Am Berichtstag interessierten sich die Investoren wieder stärker für riskantere Anlagen wie Aktien oder Rohstoffe. Darunter hatten die amerikanische Anleihen zu leiden, die als „sicherer Hafen“ gelten. Das gesunkene Interesse spiegelte sich auch in der Auktion neuer dreißigjähriger Notes im Volumen von 16 Milliarden Dollar am Berichtstag. Es habe sich um die bei weitem schwächste Auktion der Woche gehandelt und um eine der schwächsten in den vergangenen zwei Jahren, sagte der Konjunkturstratege Dan Greenhaus von Miller Tabak. Die erzielte Rendite von 4,38 Prozent lag über der von Experten erwarteten. Die Bid-to-Cobver-Ration lag mit 2,43 unter dem Schnitt der letzten vier vierteljährlichen Refundierungen (2,55).

Lateinamerikas Börsen schlossen am Donnerstag uneinheitlich

Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Im brasilianischen São Paulo stieg der Aktien-Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 227,34 Punkte oder 0,36 Prozent auf einen Endstand von 64 003,20 Punkten. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt sank um 219,27 Zähler oder 0,62 Prozent auf 35 161,26 Punkte. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires endete das Börsengeschäft freundlich: Dort konnte der Merval-Index leicht um 5,16 Punkte (0,15 Prozent) auf 3389,73 Punkte zulegen.

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