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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert etwas fester

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Wachstum belastet Renten-Futures

Schwache tendieren die Renten-Futures am Freitag. Ein überraschend starkes deutsches Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal hat trotz Blick nach hinten Kursverluste von Bund und Bobl zur Folge. Gegen 10.15 Uhr MESZ liegt der Bund-Future mit Fälligkeit im Juni um 44 Ticks leichter als am Vortag bei 123,85 Prozent. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat im ersten Quartal mit einem Anstieg von 1,5 Prozent die Konsensprognose von 0,9 Prozent übertroffen. Im weiteren Tagesverlauf werden Wachstumszahlen aus der Eurozone und Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.

Wachstumsdaten aus Deutschland und Frankreich beflügeln den Euro

Das merklich höher als erwartet ausgefallene Wirtschaftswachstum in Deutschland und Frankreich hat den Kurs des Euro kurzfristig beflügelt, obwohl sie Daten der Vergangenheit darstellen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4260 amerikanischen Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7011 Euro wert. Vor der Veröffentlichung der französischen Zahlen hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,42 amerikanischen Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,4153 (Mittwoch: 1,4357) Dollar festgesetzt. Das sehr robuste Wirtschaftswachstum in der Eurozone im ersten Quartal habe den Euro gestützt, sagten Händler. So ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal zum Vorquartal um 1,5 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,9 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde mit 5,2 Prozent gar der höchste Anstieg seit der Wiedervereinigung erreicht. In Frankreich wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal im Vergleich um Vorquartal um 1,0 Prozent. Auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wurden der erwartete Anstieg von 0,6 Prozent merklich übertroffen.

Börsen in Tokio schließen leichter - Tepco belastet Bankenaktien

Die Börse in Tokio hat am Freitag leichter geschlossen, belastet von Verlusten im Bankensektor. Dort waren die Kurse zu Beginn der zweiten Sitzungshäfte unter stärkeren Abgabedruck gekommen, nachdem Kabinettssekretär Yukio Edano gesagt hatte, das japanische Volk werde den Einsatz von Steuergeldern für Tepco nur akzeptieren, wenn die Banken auf ihre Forderungen, die aus der Zeit vor dem Erdbeben vom 11. März stammen, verzichten. Der Nikkei-225 verlor 0,7 Prozent oder 68 Zähler auf 9.649, nachdem er zum Ende der ersten Hälfte noch bei 9.693 gelegen hatte und danach im Tagestief auf 9.553 Punkte abgerutscht war. Der Topix sank um 1,1 Prozent oder 9 Punkte auf 840. Im Bankensektor büßten Mizuho FG 3 Prozent ein auf 130 Yen, Mitsubishi UFJ FG 2,8 Prozent auf 383 Yen und Sumitomo Mitsui FG 3,8 Prozent auf 2.452 Yen. Wenn Tepco zahlungsunfähig werde, würden die Banken alles verlieren, bemerkte ein Beobachter zu der sich abzeichnenden Zwickmühle der Banken. Tepco rutschten um 5,4 Prozent ab auf 453 Yen, was Teilnehmer mit noch offenen Fragen zu den von der Regierung angekündigten Staatshilfen für den Betreiber des havarierten Kraftwerks Fukushima begründeten. So sei unklar, was die Forderung nach einer Kooperation aller Anteilseigner letztlich für die Aktionäre bedeute. Belastend wirkte auch, dass Tepco zugestimmt habe, keine Obergrenze für die Entschädigungsleistungen auszugeben.

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