https://www.faz.net/-gv6-15avo

Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert behauptet

  • Aktualisiert am

Der deutsche Aktienmarkt dreht am Freitag nach einem Start im Plus im frühen Geschäft in negative Gefilde ab. Händler sprechen von einer ruhigen Eröffnung. Etwas gestützt wird die Stimmung laut Händlern von den amerikanischen Vorlagen, dort sind die Indizes im späten Geschäft auf neues Mehrjahreshochs gestiegen

          Der deutsche Aktienmarkt dreht am Freitag nach einem Start im Plus im frühen Geschäft in negative Gefilde ab. Der Dax verliert gegen 9.38 Uhr 0,1 Prozent oder 5 auf 7.401 Punkte. Händler sprechen von einer ruhigen Eröffnung. Etwas gestützt wird die Stimmung laut Händlern von den amerikanischen Vorlagen, dort sind die Indizes im späten Geschäft auf neues Mehrjahreshochs gestiegen. Im Blick steht laut Händlern der kleine Verfalltag an der Terminbörse Eurex. Dort laufen am Mittag Index-Optionen und am Abend Optionen auf Einzelaktien aus. Bis zum Mittag könnte es deshalb kurze „Gefechte“ um die 7.400er-Marke geben. Per Saldo scheine diese zwar als Abrechnungspreis allgemein akzeptiert zu werden. „Der Überhang an Positionen auf steigende Kurse könnte aber darauf hindeuten, dass es noch Versuche geben könnte, den Dax Richtung 7.350 Punkte zu drücken“, so ein Marktteilnehmer. Daneben blickt man auf das G-20-Treffen in Paris von Finanzministern und Notenbankern. „Ich bin gespannt, wie sie sich um das Thema Inflation herumdrücken“, so ein anderer Händler. Das Thema Inflation werde am Markt immer drängender wahrgenommen, die Antworten der Notenbanken würden zunehmend als nicht mehr angemessen betrachtet. Dazu passe die Meldung, dass in China die Hauspreise trotz der jüngsten Zinserhöhung in fast allen größeren Städten gestiegen sind. Damit müsse mit mehr oder schnelleren Zinserhöhungen in China als bisher gedacht gerechnet werden. Auch aus Deutschland wurden am Morgen deutlich höhere Erzeugerpreise gemeldet.

          Aus technischer Sicht gilt der Dax bei 7.380 und 7.330 Punkten als unterstützt. Ein Widerstand wird bei 7.445 ausgemacht, dem Tief vom November 2007. Gesucht sind zur Eröffnung erneut die Finanztitel. Deutsche Bank steigen um 0,7 Prozent auf 48,17 Euro und Allianz um 0,6 Prozent auf 107,95 Euro. Händler sprechen von Nachholbedarf, nachdem sich die Finanztitel erst vergleichsweise spät dem Kursaufschwung angeschlossen haben. HeidelbergCement steigen um 0,5 Prozent auf 45,50 Euro, nachdem Lafarge mit steigenden Kursen auf neue Unternehmenszahlen reagiert hat. Infineon geben zwar 0,04 Euro oder 0,5 Prozent auf 7,99 Euro ab, bereinigt um den Dividendenabschlag von 0,10 Euro liegen sie aber im Plus. Auf der anderen Seite fallen FMC um 1,1 Prozent auf 47,15 Euro, die Analysten von Jefferies haben die Aktien des Dialyse-Unternehmens auf „Halten“ abgestuft. Weiter auf Korrekturkurs bewegen sich die Automobilwerte, hier fallen Daimler um 1 Prozent auf 52,42 Euro, VW um 1,4 Prozent auf 119,35 Euro und BMW um 0,8 Prozent auf 60,57 Euro. In der zweiten Reihe fallen Praktiker um 3,2 Prozent auf 8,25, die Analysten des UniCredit haben die Aktien auf „Verkaufen“ heruntergenommen. Aixtron verlieren mit einer Verkaufsempfehlung durch die Citigroup 3,6 Prozent auf 30,84 Euro. Auf der Gewinnerseite liegen die Solartitel, nachdem Wettbewerber SunPower mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen übertroffen und zudem den Ausblick angehoben hat. Nachbörslich stieg die Aktie in den Vereinigten Staaten um knapp 8 Prozent. Im TecDax steigen Solarworld um 1 Prozent auf 9,16 Euro, SMA Solar um 0,6 Prozent auf 82,50 Euro und Q-Cells um 1,2 Prozent auf 3,17 Euro. TecDax und MDax fallen um 0,4 Prozent oder 0,5 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.

          Biarritz : Irans Außenminister überraschend beim G-7-Gipfel

          Eine Überraschung für die Teilnehmer: Dschawad Zarif ist in Biarritz eingetroffen. Er werde dort mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt mit.
          Taylor Swift möchte ihre ersten sechs Alben eventuell nochmal einspielen.

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.