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Blick auf den Finanzmarkt : Dax startet mit Plus in den Handel

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Der Dax verzeichnet am Freitag leichte Kursgewinne. Die Vorgaben aus Übersee sind indes gemischt: Während der Dow Jones Industrial Average am Donnerstag leichte Gewinne eingefahren hatte, veränderte sich der Future auf den amerikanischen Leitindex seit dem Xetra-Schluss kaum. Derweil musste der Nikkei-225-Index an der Börse in Tokio leichte Verluste hinnehmen.

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          Vor Bekanntgabe der amerikanischen Arbeitsmarktdaten für Mai hat der Dax am Freitag zur Eröffnung leicht zugelegt. In den ersten Handelsminuten kletterte der deutsche Leitindex um 0,7 Prozent auf 6097 Punkte. Vor den Daten sei kaum mit einer deutlichen Bewegung in die eine oder andere Richtung zu rechnen, sagte ein Händler. Analysten rechnen mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote. Die Wall Street hatte am Donnerstag mit einem Plus von 0,1 Prozent geschlossen, während der Nasdaq ein Prozent gewann. In Tokio gab der Nikkei dagegen am Freitag 0,1 Prozent ab. Bei den deutschen Einzelwerten standen Air Berlin im Fokus. Nach einer Verkaufsempfehlung der Royal Bank of Scotland (RBS) gerieten die Titel der Fluggesellschaft unter Druck und gehörten mit einem Minus von 1,1 Prozent zu den Schlusslichtern im SDax. Die Papiere der Lufthansa legten dagegen um 0,8 Prozent zu.

          Europas Börsen tendieren freundlich

          Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Freitag in der Hoffnung auf einen positiv ausfallenden amerikanische Arbeitsmarktbericht freundlich in den letzten Handelstag der laufenden Woche gestartet. Der EuroStoxx 50 gewann 0,37 Prozent auf 2.643,99 Punkte. Der Pariser Cac 40 legte um 0,55 Prozent auf 3.577,04 Punkte zu und für den FTSE 100 ging es in London um 0,43 Prozent auf 5.344,65 Punkte nach oben.

          BP-Aktien kletterten um 3,85 Prozent auf 448,90 Pence. Der britische Ölkonzern hatte in der Nacht zum Freitag einen Behälter über dem Leck des Bohrlochs im Golf von Mexiko in 1.500 Meter Tiefe platziert, um das Öl danach kontrolliert abzuleiten. Ob die Operation „Top Cap“ zum Erfolg führe, sei aber noch unklar, hieß es. Easyjet-Papiere gewannen 0,92 Prozent auf 428,00 Pence. Der britische Billigflieger hatte die Zahl der Passagiere im Mai um knapp acht Prozent gesteigert.

          Renten-Futures eröffnen wenig verändert

          Die deutschen Renten-Futures sind am Freitag wenig verändert in den Handel gestartet. Bis 8.47 Uhr steigt der Bund-Future mit Fälligkeit im Juni um 3 Ticks auf 128,73 Prozent. Das bisherige Tageshoch liegt bei 128,85 Prozent, das -tief bei 128,70 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 34.200 Kontrakte. Der BOBL-Future verliert dagegen 2 Ticks auf 120,66 Prozent. Marktteilnehmer erwarten bis zur Bekanntgabe des amerikanischen Arbeitsmarktberichts am Nachmittag ein ruhiges Geschäft. Beobachter stellen sich auf eine starke Beschleunigung bei der Zahl der neugeschaffenen Stellen ein. Analysten gehen im Mai von einem Plus von 515.000 Stellen aus nach einem Plus von 290.000 im April, ohne den Einfluss von Sondereffekten mit allenfalls temporärer Wirkung zu würdigen. Die Arbeitslosenquote soll sich auf 9,7 Prozent von 9,9 Prozent reduziert haben. Im Handel hält man allerdings auch ein deutlich höheres Plus von 600.000 Stellen und mehr für möglich. Am Vortag war allerdings des ADP-Arbeitsmarktbericht hinter den Erwartungen geblieben. Demnach hat die größte Volkswirtschaft der Welt im Mai 55.000 Stellen in der Privatwirtschaft geschaffen. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen allerdings miteinem Plus von 75.000 gerechnet. Der ADP-Arbeitsmarktbericht gilt als in der Regel guter Vorläufer für die offizielle Beschäftigungsstatistik für den Monat Mai. Gute Arbeitsmarktdaten am Berichtstag stehen nach Einschätzung der Helaba als potenzielle Belastungsfaktoren für den Bund im Raum. Zudem mahne die sich eintrübende Technik weiterhin zur Vorsicht. Zwar habe der MACD sein Verkaufsignal noch nicht bestätigt, der Indikator bleibe aber südwärts gerichtet. Unterstützungen fänden sich bei 128,11 Prozent, 128,00 Prozent und 127,81/84 Prozent.

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