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Blick auf den Finanzmarkt : Dax setzt Erholung fort

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Der Dax hat am Freitag an seine seit Dienstag laufende Gewinnserie angeknüpft und sogar zeitweise wieder die Marke von 5600 Punkten übersprungen. Händler konzentrieren sich auf den großen Verfall von Terminkontrakten auf Aktien und Indizes an den Derivatebörsen.

          Am deutschen Aktienmarkt setzt sich die Erholung der vergangenen Tage am Freitag im frühen Geschäft fort. Gefragt sind vor allem die gebeutelten Finanzwerte. Gegen 9.41 Uhr gewinnt der Dax 1 Prozent oder 55 auf 5.562 Punkte, nachdem er im Tageshoch bereits 5.607 Punkte erreicht hatte. Teilnehmer warnen, der große Verfall von Futures und Optionen auf Einzeltitel und Indizes am Berichtstag könnte im Verlauf noch für erhöhte Volatilität sorgen. Im Handel zeigt man sich unterdessen zuversichtlich, dass die jüngste Erholung noch etwas weiter tragen könnte.

          Die Bereitstellung unlimitierter Dollar-Volumen durch die Zentralbanken sowie die Tatsache, dass viele Investoren noch immer auf fallende Kurse positioniert seien, dürften die Kurse weiter stützen. Allerdings weisen Analysten darauf hin, dass der am Vortag bekannt gewordene Dollar-Tender die fundamentalen Probleme der Eurozone nicht löse. Die Notenbank-Aktion behandele nur die Symptome, nicht aber die eigentliche Krankheit. Neue Impulse könnten am Nachmittag vom Michigan-Index für das Verbrauchervertrauen ausgehen. Eher wenig Impulse seien dagegen vom Treffen der Eurozonen-Finanzminister zu erwarten. Mit dem Index-Revirement zu den Schlusskursen am Freitag geraten VW besonders in den Blick des Markts. Sie könnten vom Aufstieg in den Euro-Stoxx-50 und dem damit verbundenen Anpassungsbedarf von Fonds profitieren, heißt es im Handel. Marktteilnehmer erwarten bei VW Käufe eines 1,5-fachen Tagesumsatzes. Im frühen Geschäft ziehen um VW 1,3 Prozent oder auf 113,85 Euro an.

          Weiter auf Erholungskurs sind Finanzwerte: Commerzbank steigen um 1,9 Prozent, Deutsche Bank um 3,2 Prozent, Allianz um 2,3 Prozent und Munich Re um 1,8 Prozent. Deutsche Telekom legen mit wachsenden Hoffnungen um 1,2 Prozent auf 8,58 Euro zu, dass der Verkauf von T-Mobile Vereinigten Staaten an AT&T doch noch klappt. Für Eon geht es weiter kräftig aufwärts, diesmal um 3,5 Prozent. J.P. Morgan hat die Aktie auf „Overweight“ erhöht und auf seine „Focus List“ gesetzt. RWE bleiben mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 25,24 Euro etwas zurück. In der zweiten Reihe stehen PSI, Xing, Deutz, GSW Immobilien und KUKA als Aufsteiger in den TecDax oder den MDax im Blick. Die Absteiger sind IVG, Praktiker, Demag Cranes, Roth & Rau und Phoenix Solar. PSI gewinnen 1,1 Prozent, Xing 0,2 Prozent, Deutz 0,3 Prozent und GSW 1,1 Prozent; für KUKA geht es um 3,2 Prozent nach unten. IVG steigen um 3,5 Prozent, Demag um 1,3 Prozent, Roth & Rau um 0,1 Prozent und Praktiker um 2,8 Prozent; Phoenix Solar verlieren 3,1 Prozent.

          Renten-Futures starten leichter - Weiter Druck erwartet

          Leichter sind die deutschen Renten-Futures am Freitag in den Handel gestartet. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures verliert gegen 8.17 Uhr 17 Ticks auf 135,95 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 136,13 Prozent und das Tagestief bei 135,92 Prozent. Umgesetzt wurden bisher rund 9.950 Kontrakte. Der BOBL-Futures verliert 11 Ticks auf 121,73 Prozent. Die abnehmende Sorge um den Euro sorgt auch hier für Entspannung und damit einen Abbau der „Flucht-Anlagen“ in den vermeintlich sicheren deutschen Rentenwerten. Händler rechnen im Tagesverlauf mit weiteren Verkäufen, falls die 136 Prozent-Marke nicht schnell zurückerobert werden kann.

          Kurs des Euro hält sich über 1,38 Dollar

          Der Euro hat sich am Freitag nach den starken Kursgewinnen der Vortage stabil über der Marke von 1,38 amerikanische Dollar gehalten. Die Aussicht auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise im Zuge eines Treffens der Finanzminister der Eurozone zum Wochenschluss gebe der Gemeinschaftswährung weiteren Auftrieb, hieß es von Händlern. Am Morgen stand der Euro bei 1,3869 Dollar. Im Verlauf der Woche legte die Gemeinschaftswährung damit etwa drei Cent zu. Ein Dollar kostete zuletzt 0,7208 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag noch auf 1,3795 (Mittwoch: 1,3729) Dollar festgesetzt. Neben dem Treffen der Euro-Finanzminister profitiere der Euro zudem von der gestrigen Ankündigung der EZB, den Banken der Eurozone in Kooperation mit führenden Notenbanken zusätzliche Dollar-Kredite zu gewähren, sagte der Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. Die starke Kauflaune der Investoren an den Märkten nach der Ankündigung der EZB dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Misstrauen der Banken untereinander „erheblich“ sei. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren waren die Finanzströme zwischen den Banken zeitweise völlig zum Erliegen gekommen.

          Börsen in Tokio schließen fest - Exportwerte gesucht

          Gestützt von positiven amerikanische Vorgaben und einem etwas leichteren Yen hat die Börse in Tokio am Freitag mit deutlichen Aufschlägen geschlossen. Die Entscheidung mehrerer Zentralbanken, die Märkte mit Dollar-Liquidität zu versorgen, habe die Panik abgemildert, hieß es. Gesucht waren vor allem Exportwerte und Bankenaktien. Der Nikkei kletterte um 2,3 Prozent oder 195 Punkte auf 8.864, während der breitere Topix um 2,1 Prozent oder 16 Punkte auf 768 zulegte. Die Meldung, wonach die EZB, die Federal Reserve und die Notenbanken von Japan, England und der Schweiz, den Banken bei Bedarf Dollar über den Jahresultimo zur Verfügung stellen, hat nach Einschätzung eines Analysten von Daiwa Securities zwar eine von Europa ausgehende Kreditklemme verhindert. „Die griechische Schuldenkrise ist damit aber noch nicht gelöst“, so der Experte. Die Blicke seien daher auf den EU-Gipfel am kommenden Wochenende und den nächsten Besuch der internationalen Finanzkontrolleure in dem hochverschuldeten Land am Montag gerichtet. Die Gewinne am Berichtstag seien vor allem von Leereindeckungen ausländischer Investoren getrieben worden, erklärte unterdessen ein Analyst von Ichiyoshi Investment Management. „Die Erholung ist ein Zeichen dafür, dass die Investoren bisher zu pessimistisch waren. Zwar ist das Angebot der europäischen Zentralbanken ermutigend, ein derart starker Kurstreiber wäre die Meldung aber eigentlich nicht gewesen.“

          Unter den Einzelwerten verteuerten sich Sony um 4,3 Prozent auf 1.578 Yen während Canon um 4,3 Prozent auf 3.410 Yen sprangen und Olympus um 7,4 Prozent auf 2.225 Yen. Im Bankensektor zogen Mitsubishi UFJ Financial Group um 4,5 Prozent auf 345 Yen an und Nomura Holdings um 5,5 Prozent auf 308 Yen. Gegen den Trend des Marktes brachen Tokyo Electric Power (Tepco) unterdessen um 5,9 Prozent auf 335 Yen ein, belastet von Äußerungen des neuen Wirtschaftsministers Edano, nach denen neben dem Unglücksatomkraftwerk „Fukushima Daiichi“ auch das ebenfalls zu Tepco gehörende Kernkraftwerk „Fukushima Daini“ außer Betrieb genommen werden müsse. Eine Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke würde auf massives Unverständnis bei den Bewohnern der Region treffen, so Edano. Angesichts der enormen Kosten, die bei der Stilllegung von Atomkraftwerken anfallen, dürften sich die finanziellen Belastungen für Tepco stark vergrößern, hieß es von Marktteilnehmern. Nintendo büßten 0,6 Prozent auf 11.810 Yen ein. Hier belasteten Sorgen über die Umsatzentwicklung bei Spielekonsolen des Konzerns, nachdem einige andere Spielehersteller auf der aktuell stattfindenden Messe „Tokyo Game Show“ verstärkt neue Spiele für Smartphones und Soziale Netzwerke vorgestellt hatten.

          Börse in Seoul schließt sehr fest - Bankenwerte gesucht

          Positive amerikanische Vorgaben haben der Börse in Seoul am Freitag zu deutlichen Aufschlägen verholfen. Die Entscheidung mehrerer Zentralbanken, die Märkte mit Dollar-Liquidität zu versorgen, habe die Panik abgemildert und eine von Europa ausgehende Kreditklemme verhindert, hieß es. Vor allem Finanz- und Exportwerte waren gesucht. Der Kospi kletterte um 3,7 Prozent auf 1.840 Punkte. Die Meldung vom Vortag, wonach die EZB, die Federal Reserve und die Notenbanken von Japan, England und der Schweiz, Dollar bei Bedarf den Banken über den Jahresultimo zur Verfügung stellen, habe die Sorge um die Kapitalschwäche europäischer Banken gemildert, hieß es am Markt. Ausländische Investoren hätten zum ersten Mal seit neun Handelstagen wieder Positionen aufgebaut. Finanzwerte zählten vor diesem Hintergrund zu den stärksten Gewinnern. Woori Investment & Securities sprangen um 7,4 Prozent auf 9.850 Won, während KB Financial um 5,6 Prozent auf 38.550 Won und Daewoo Securities um 5,5 Prozent auf 10.550 Won anzogen. Im exportorientierten Technologiesektor verteuerten sich Samsung Electronics um 3,5 Prozent auf 798.000 Won und LG Electronics um 3,3 Prozent auf 62.400 Won. Gegen den allgemeinen Markttrend brachen Kolon Industries um 10 Prozent auf 68.500 Won ein, nachdem sie bereits am Vortag um das Tageslimit von 15 Prozent gefallen waren. Eine amerikanische Jury hatte den südkoreanischen Industriekonzern Mitte der Woche zu einer Schadenersatzzahlung von knapp 920 Millionen Dollar an den amerikanische Chemiekonzern DuPont & Co verurteilt. DuPont hatte die Koreaner vor zwei Jahren wegen Diebstahl geistigen Eigentums im Zusammenhang mit dem Kunststoff Kevlar verklagt.

          Börsen Chinas schließen uneinheitlich - Schanghai kaum verändert

          Die Börse in Schanghai hat am Freitag leichte Gewinne aus dem frühen Handel wieder eingebüßt und auf dem Niveau des Vortagesschlusskurses geschlossen. Die Entscheidung der großen Notenbanken vom Vortag, Dollar in das europäische Bankensystem zu pumpen, stützte zwar den Handel in Hongkong, in Schanghai überwog aber die Vorsicht der Anleger. Das Handelsvolumen fiel hier auf den niedrigsten Stand seit 33 Monaten. Der Shanghai Composite Index schloss unverändert bei 2.482 Punkten, während der HSI in Hongkong um 1,4 Prozent auf 19.455 Zähler anzog. „Die gemeinsame Aktion der Zentralbanken zur Stützung der Banken trieb regionale Märkte wie Hongkong oder Taiwan deutlich an, was die Stimmung an den heimischen Börsen verbessert hat“, kommentierte ein Analyst von Soochow Securities. Der A-Aktien-Markt in Schanghai habe jedoch kaum profitiert, was den Teufelskreis aus niedrigem Volumen und schlechter Stimmung hier noch einmal verstärkt habe, so der Experte weiter. Chemiewerte zählten zu den deutlichsten Gewinnern in Schanghai. Yaxing Chemical verteuern sich um 1,1 Prozent auf 7,65 Yuan, Chengxing Phosph-Chemical um 2 Prozent auf 13,27 Yuan und Liaherd Chemical um 1,6 Prozent auf 13,34 Yuan. Gesucht waren zudem schwer gewichtete Bankentitel. ICBC verteuerten sich in Shanghai um 0,5 Prozent auf 4,10 Yuan und in Hongkong um 1,3 Prozent auf 4,74 Hongkong-Dollar. Die schwer gewichteten HSBC zogen in Hongkong um 3 Prozent auf 64,55 Hongkong-Dollar an.

          Ölpreise steigen aud hohem Niveau leicht

          Die Ölpreise sind am Freitag mit der Hoffnung auf eine Entspannung der europäischen Schuldenkrise leicht gestiegen. Am Morgen legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung 50 Cent auf 112,80 amerikanische Dollar zu und verteuerte sich damit seit Montag um etwa vier Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Auslieferung im November stieg um 13 Cent auf 89,53 Dollar. Der amerikanische Ölpreis verteuerte sich im Verlauf der Woche ebenfalls um rund vier Dollar. Im Verlauf der Woche hätten die Ölpreise die stärksten Gewinne seit Juli verzeichnet, hieß es von Händlern. Vor einem mit Spannung erwarteten Treffen der Finanzminister der Eurozone zum Wochenschluss habe sich die Hoffnung auf eine Entspannung in der Schuldenkrise verstärkt, erklärten sie die Kauflaune an den Ölmärkten. Außerdem hatte die Europäische Zentralbank am Vortag angekündigt, den Banken der Eurozone in Kooperation mit führenden Notenbanken zusätzliche Dollar-Kredite zu gewähren. Die Maßnahme sorgte für eine kräftige Kurserholung an den internationalen Finanzmärkten.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Gut gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 1,98 Punkte auf 2288,54 Zähler.

          Enttäuschende Quartalszahlen haben den Aktienkurs von Research in Motion (RIMM) am Donnerstag im nachbörslichen Handel einbrechen lassen. Die Titel verloren 19,5 Prozent auf 23,79 Dollar, obwohl der Ausblick auf das laufende Quartal in etwa den Analystenerwartungen entsprochen hatte. RIMM hatte im zweiten Geschäftsquartal deutlich weniger Tablet-PCs und Smartphones verkauft als erwartet. Im späteren Verlauf des Jahres will der Hersteller des „Blackberry“ aber jedoch ein „größere“ Software-Update vornehmen. Außerdem sind Werbeaktionen geplant, die auf Unternehmenskunden und Verbraucher gleichermaßen abzielen sollen. Davon erhofft sich RIMM eine höhere Nachfrage im dritten Geschäftsquartal und während des Weihnachtsgeschäfts.

          Wall Street schließt am Donnerstag fest - Dollarflut stützt Bankenwerte

          Die Aktien an Wall Street haben am Donnerstag fest geschlossen, nachdem die großen Notenbanken frische Dollar-Liquidität zugesagt haben. Es war der vierte Tag in Folge mit Gewinnen der amerikanische Börsen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) gewann 1,7 Prozent oder 186 Punkte auf 11.433. Der S&P-500 stieg um 1,7 Prozent oder 20 Punkte auf 1.209. Der Nasdaq-Composite kletterte um 1,3 Prozent oder 35 Punkte auf 2.607. Der Umsatz lag bei 0,96 (1,09) Milliarden Aktien. Dabei wurden 2.321 (2.249) Kursgewinner sowie 712 (776) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 83 (98) Titel. Im Mittelpunkt stand die Meldung, wonach die EZB, die Federal Reserve und die Notenbanken von Japan, England und der Schweiz, Dollar bei Bedarf den Banken über den Jahresultimo zur Verfügung stellen. Damit wurde die in jüngster Zeit allgegenwärtige Sorge um die Kapitalschwäche europäischer Banken gemildert. Gestützt wurde der Markt Händlern zufolge auch vom Verfall an der Terminbörse am Freitag. Von einem „vorsichtig optimistischen Sentiment“ sprach Brian Reynolds, Marktstratege bei WJB Capital Group. Die überwiegend schwachen Konjunkturdaten des Tages gerieten in den Hintergrund. Lediglich die Daten zur Industrieproduktion überzeugten, Enttäuschungen brachten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Inflationsdaten, der Empire State Index sowie der Philadelphia-Fed-Index.

          Wie in Europa gehörten auch an Wall Street die Banken zu den Gewinnern. Bank of America und J.P. Morgan stiegen um 4 Prozent oder 3,1 Prozent. Morgan Stanley verteuerten sich um 7,2 Prozent auf 16,59 Dollar. Der Chairman und frühere CEO John Mack wird zu Ende des Jahres aus dem Board ausscheiden. Gesucht waren im Dow auch United Technologies mit plus 2,6 Prozent und Home Depot mit plus 2,2 Prozent. Yahoo steigerten sich um 2,3 Prozent auf 14,89 Dollar. Das „Wall Street Journal“ berichtet, das Unternehmen sei von potenziellen Bietern kontaktiert worden, die sich für Teile oder sogar für das gesamte Unternehmen interessieren. Transcept Pharma haussierten mit 80 Prozent auf 6 Dollar. Der Pharmahersteller nimmt einen neuen Anlauf, um die Marktzulassung seines Schlafmittels „Intermezzo“ zu erhalten. Das Mittel soll bei Durchschlafstörungen eingesetzt werden. Wie Transcept mitteilte, stimmten Vertreter der amerikanische Gesundheitsbehörde FDA dem Vorschlag des Unternehmens zu, die Dosierungsempfehlung zu verringern. Nach Handelsschluss legte der Black-Berry-Hersteller Research In Motion seine Zahlen vor, Analysten gingen von einem deutlichen Gewinneinbruch im zweiten Quartal aus. Die Aktie erkort 0,6 Prozent auf 29,54 Dollar. Nachbörslich fiel die Aktie um 5,9 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 0,63 Dollar ausgewiesen hat. Netflix fielen um 19 Prozent auf 169,25 Dollar. Das Videoverleih-Unternehmen hat die Prognose für die heimische Teilnehmerzahl gesenkt.

          Kurse amerikanischer Staatsanleihen tendierten am Donnerstag schwächer

          Die Notierungen der amerikanische Anleihen sind am Donnerstag gefallen. Im Mittelpunkt des Handels stand die Mitteilung mehrerer Zentralbanken - der EZB, sowie der Notenbanken Englands, Japans und der Schweiz - die europäischen Banken mit Dollar-Liquidität versorgen zu wollen. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 2,125 Prozent verloren 28/32 auf 100-12/32, die Papiere rentierten mit 2,083 Prozent. Der Kurs der mit 3,750 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe fiel um 1-22/32 auf 107 12/32. Ihre Rendite stieg von 3,271 auf 3,357 Prozent. Der Schritt der Zentralbanken bestärkte die Zuversicht der Investoren auf Fortschritte in der europäischen Schuldenkrise. „Dies begrenzt die Flucht in den sicheren Hafen der Treasuries“, sagte Kathy Jones, Anleihenstrategin bei Schwab. Die Nachricht drängte die amerikanische Konjunkturdaten des Tages in den Hintergrund. Sie waren überwiegend schwach ausgefallen, darunter die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philadelphia-Fed-Index. Die Verbraucherpreise legten stärker zu als erwartet, wozu vor allem höhere Energiepreise beitrugen. Lediglich die Industrieproduktion fiel besser aus als erwartet.

          Lateinamerikas Börsen mit leichten Gewinnen am Donnerstag

          In Lateinamerika haben die drei Hauptbörsen am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Im brasilianischen São Paulo stieg der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 95 Punkte oder 0,17 Prozent auf 56 381 Zähler. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt legte um 519,66 Punkte oder 1,50 Prozent auf 35 181,44 Zähler zu. Auch in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires endete der Wertpapierhandel im Plus: Der Merval-Index gewann 21,17 Punkte oder 0,76 Prozent und stieg auf 2771,28 Punkte.

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