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Blick auf den Finanzmarkt : Dax setzt Erholung fort

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Die Ölpreise sind am Freitag mit der Hoffnung auf eine Entspannung der europäischen Schuldenkrise leicht gestiegen. Am Morgen legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung 50 Cent auf 112,80 amerikanische Dollar zu und verteuerte sich damit seit Montag um etwa vier Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Auslieferung im November stieg um 13 Cent auf 89,53 Dollar. Der amerikanische Ölpreis verteuerte sich im Verlauf der Woche ebenfalls um rund vier Dollar. Im Verlauf der Woche hätten die Ölpreise die stärksten Gewinne seit Juli verzeichnet, hieß es von Händlern. Vor einem mit Spannung erwarteten Treffen der Finanzminister der Eurozone zum Wochenschluss habe sich die Hoffnung auf eine Entspannung in der Schuldenkrise verstärkt, erklärten sie die Kauflaune an den Ölmärkten. Außerdem hatte die Europäische Zentralbank am Vortag angekündigt, den Banken der Eurozone in Kooperation mit führenden Notenbanken zusätzliche Dollar-Kredite zu gewähren. Die Maßnahme sorgte für eine kräftige Kurserholung an den internationalen Finanzmärkten.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Gut gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 1,98 Punkte auf 2288,54 Zähler.

Enttäuschende Quartalszahlen haben den Aktienkurs von Research in Motion (RIMM) am Donnerstag im nachbörslichen Handel einbrechen lassen. Die Titel verloren 19,5 Prozent auf 23,79 Dollar, obwohl der Ausblick auf das laufende Quartal in etwa den Analystenerwartungen entsprochen hatte. RIMM hatte im zweiten Geschäftsquartal deutlich weniger Tablet-PCs und Smartphones verkauft als erwartet. Im späteren Verlauf des Jahres will der Hersteller des „Blackberry“ aber jedoch ein „größere“ Software-Update vornehmen. Außerdem sind Werbeaktionen geplant, die auf Unternehmenskunden und Verbraucher gleichermaßen abzielen sollen. Davon erhofft sich RIMM eine höhere Nachfrage im dritten Geschäftsquartal und während des Weihnachtsgeschäfts.

Wall Street schließt am Donnerstag fest - Dollarflut stützt Bankenwerte

Die Aktien an Wall Street haben am Donnerstag fest geschlossen, nachdem die großen Notenbanken frische Dollar-Liquidität zugesagt haben. Es war der vierte Tag in Folge mit Gewinnen der amerikanische Börsen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) gewann 1,7 Prozent oder 186 Punkte auf 11.433. Der S&P-500 stieg um 1,7 Prozent oder 20 Punkte auf 1.209. Der Nasdaq-Composite kletterte um 1,3 Prozent oder 35 Punkte auf 2.607. Der Umsatz lag bei 0,96 (1,09) Milliarden Aktien. Dabei wurden 2.321 (2.249) Kursgewinner sowie 712 (776) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 83 (98) Titel. Im Mittelpunkt stand die Meldung, wonach die EZB, die Federal Reserve und die Notenbanken von Japan, England und der Schweiz, Dollar bei Bedarf den Banken über den Jahresultimo zur Verfügung stellen. Damit wurde die in jüngster Zeit allgegenwärtige Sorge um die Kapitalschwäche europäischer Banken gemildert. Gestützt wurde der Markt Händlern zufolge auch vom Verfall an der Terminbörse am Freitag. Von einem „vorsichtig optimistischen Sentiment“ sprach Brian Reynolds, Marktstratege bei WJB Capital Group. Die überwiegend schwachen Konjunkturdaten des Tages gerieten in den Hintergrund. Lediglich die Daten zur Industrieproduktion überzeugten, Enttäuschungen brachten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Inflationsdaten, der Empire State Index sowie der Philadelphia-Fed-Index.

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