https://www.faz.net/-gv6-156vx

Blick auf den Finanzmarkt : Dax leichter

  • Aktualisiert am

In der Woche zum 21. August stellten nach Angabe des amerikanischen Arbeitsministerium 473.000 Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, das sind 31.000 weniger als in der Vorwoche. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 490.000 gerechnet. Im Vierwochen-Schnitt lag die Zahl der Erstanträge jedoch mit 486.750 so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr.

Gespannt warteten Anleger auf eine für Freitag angesetzte Rede von Notenbankchef Ben Bernanke. Der Markt erhofft sich davon Aufschlüsse darüber, wie die Fed die künftige Konjunkturentwicklung einschätzt. Es wird jedoch nicht erwartet, dass Bernanke Hinweise gibt, ob die Bank mehr Geld in die Wirtschaft pumpen wird, um die Erholung zu unterstützen.

Auf der Unternehmensseite gaben Aktien von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche sowie Konsumgüterherstellern wie Kraft Foods nach. Technologiepapiere wurden ebenfalls tiefer gehandelt. Aktien von Cisco Systems gaben 2,4 Prozent nach, Intel-Scheine verloren 1,6 Prozent.

Bei den fallenden Energiewerten standen besonders Papiere von Kohleunternehmen auf der Verliererseite. Händler zogen sich zurück, nachdem der Preis für Erdgas auf den tiefsten Stand seit elf Monaten gefallen war. Papiere von Massey Energy sackten mehr als vier Prozent ab.

Im Blickpunkt stand wieder einmal die Übernahmeschlacht um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR. Die Computerhersteller Dell und Hewlett-Packard bieten um das Unternehmen, die Angebotssumme liegt bei rund 1,6 Milliarden Dollar. 3PAR-Titel gaben 2,7 Prozent nach. Dell- und HP-Aktien verloren leicht um 0,3, beziehungsweise 0,1 Prozent.

Amerikanische Anleihen freundlich

Die amerikanischen Anleihen präsentierten sich am Donnerstag im späten Geschäft des New Yorker Handels freundlich. Die stärker als erwartet gesunkene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatte die Anleihekurse nur kurz unter etwas Druck gebracht.

Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 2,625 Prozent stiegen um 16/32 auf 101-9/32 und rentierten mit 2,48 Prozent. Der mit 3,875 Prozent verzinste Longbond kletterte um 1-1/32 auf 106-20/32. Seine Rendite stand bei 3,51 Prozent.

Die Konjunkturdaten fielen einfach immer schlechter aus, kommentierte Rick Klingman, Händler bei BNP Paribas. „Die Konjunktur sieht so aus, als verliere sie an Dampf“, fügte er hinzu. Viele Teilnehmer nähmen deshalb an, dass die amerikanischen Notenbank ein neues großes Rückkaufprogramm für Anleihen auflegt, um die Renditen niedrig und die Konjunktur in Schwung zu halten. Auf der jüngsten Sitzung am 10. August hatte das FOMC der Fed bereits beschlossen, rund 350 Milliarden Dollar aus auslaufenden hypothekenbesicherten Wertpapieren in amerikanischen Treasuries zu reinvestieren.

Die letzte Auktion dieser Woche von siebenjährige Papieren im Wert von 29 Milliarden Dollar stieß wie schon die beiden vorherigen von zwei- und fünfjährigen Treasuries auf eine gute Nachfrage. Auch sie erreichte mit einer Höchstrendite von 1,989 Prozent ein Rekordtief - gute Nachrichten für die amerikanische Regierung, die ein Haushaltsdefizit von mehr als einer Billion Dollar finanzieren muss

Weitere Themen

Topmeldungen

Klopp beim FC Liverpool : Kurz vor der Königsweihe

Jürgen Klopp hat mit Liverpool die Champions League gewonnen, die Fans aber sehnen seit beinahe dreißig Jahren die Meisterschaft herbei. Sie wollen nicht mehr warten.
Oktober 2018: Polizisten drängen mehrere Demonstranten gegen den Landesparteitag der AfD Niedersachsen in Oldenburg ab (Symbolbild)

Opferbefragung : Studie: Deutlich mehr Fälle von Polizeigewalt

Bei Demonstrationen und Fußballspielen kommt es offenbar besonders oft zu Eskalationen: Eine Studie der Universität Bochum legt nahe, dass Polizisten deutlich häufiger als bisher gedacht ungerechtfertigte Gewalt anwenden.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.