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Blick auf den Finanzmarkt : Dax leichter

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Der Euro zeigt sich am Freitagmorgen beim Übergang in den europäisch geprägten Handel kaum verändert zum Dollar. Die Gemeinschaftswährung notiert unter der Marke von 1,2730 Dollar. Die Rede von amerikanischen Notenbankpräsident Ben Bernanke sowie anstehende Konjunkturveröffentlichungen sorgen für eine abwartende Haltung am Devisenmarkt, meint ein Händler.

Am Abend wird der Leider der Federal Reserve seine mit Spannung erwartete Rede auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole halten. Er wird eine konjunkturelle Bestandsaufnahme geben. Zudem hofft der Markt, dass er Hinweise darauf liefern wird, ob die Geldpolitk weiter gelockert wird.

Zuvor stehen die Zweitveröffentlichungen des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) am Nachmittag und britischem BIP am Vormittag an. Beim amerikanischen BIP erwarten von Dow Jones befragte Volkswirte eine Abwärtsrevision für das vergangene Quartal auf annualisiert plus 1,3 Prozent. In der ersten Veröffentlichung hatte das Wirtschaftswachstum noch bei 2,4 Prozent gelegen.

„Enttäuschende amerikanischen Zahlen und konjunkturkritische Äußerungen von Zentralbankern dürften den Euro per Saldo belasten“, meint Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Auch aus technischer Sicht gehe der Trend nach unten. Eine Unterstützung sei in der Zone zwischen 1,2588 Dollar und 1,2605 Dollar zu erkennen. Widerstände macht der Analyst bei 1,2750 Dollar und 1,2780 Dollar aus.

Unterdessen hat der Yen zum Dollar etwas nachgegeben. Berichten zufolge will der japanische Premierminister Naoto Kan am Freitag Stellung zur andauernden Stärke des Yen beziehen. Marktteilnehmer erhoffen sich konkrete Schritte zur Abschwächung der
Landeswährung.

Tokios Börse hofft auf Devisenmarktinterventionen

Nach anfänglichen Verlusten hat die Hoffnung auf Schritte der japanischen Regierung zur Eindämmung des Yen-Anstiegs die Tokioter Börse ins Plus gedreht. Ministerpräsident Naoto Kan wollte sich noch im Laufe des Freitags zu entsprechenden Maßnahmen der Regierung äußern. Die übrigen asiatischen Börsen tendierten uneinheitlich. Viele Investoren hielten sich zurück und warteten auf die zweite Schätzung zum Wachstum der amerikanischen Wirtschaft sowie auf eine Rede von Amerikas Notenbankpräsident Ben Bernanke.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss um 0,95 Prozent höher auf 8991 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,96 Prozent auf 819 Zähler zu. Marktteilnehmer befürchteten allerdings, dass sich die 9000-Punkte-Marke zu einer festen Barriere entwickeln könnte, je länger der Nikkei unter dieser psychologisch wichtigen Grenze verharrt. Die Börsen in Singapur und Taiwan tendierten ebenfalls positiv, dagegen lagen die Märkte in Hongkong und Südkorea sowie der chinesische Leitindex im Minus.

In Tokio drehten vor allem Exporttitel ins Plus, nachdem sie negativ in den Tag gestartet waren. Honda-Aktien stiegen um 1,6 Prozent, TDK-Anteile legten sogar 2,8 Prozent zu. Viele Händler hielten sich allerdings vor der zweiten Schätzung zum
Wachstum der amerikanischen Wirtschaft im zweiten Quartal zurück, die am Nachmittag erwartet wurde. „Es schien so, als ob die Risikoscheu etwas nachlassen würde“, sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. „Aber wir rechnen mit
schlechten Zahlen zum amerikanischen BIP und deswegen steckt eine Menge Vorsicht im Markt.“ Nach der ersten Schätzung ist die größte Volkswirtschaft aufs Jahr hochgerechnet zwischen April und Juni um 2,4 Prozent gewachsen.

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