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Blick auf den Finanzmarkt : Dax leicht im Minus

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Angeführt von kräftigen Kursverlusten bei Merck gibt der Dax am Freitag leicht nach. Im Blick haben die Anleger nach Aussage von Händlern vor allem den Ifo-Geschäftsklimaindex sowie den Auftragseingang langlebiger Güter in den Vereinigten Staaten.

          Verhaltene Vorgaben belasten den Dax am Freitag. Der Leitindex sinkt um 0,2 Prozent auf 6174 Punkte, nachdem er bereits am Vortag den dritten Handelstag in Folge mit Verlusten geschlossen hatte. Der MDax notiert dagegen wenig verändert bei 8659 Zählern, der TecDax fällt um 0,3 Prozent auf 770 Punkte.

          Die amerikanischen Börsen hatten am Donnerstag nachgegeben und der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,6 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index im Minus. Konjunkturnachrichten wie der Ifo-Geschäftsklimaindex am Vormittag und amerikanische Daten am Nachmittag könnten im Handelsverlauf noch für Bewegung sorgen.

          Gesprächsthema Nummer Eins in den Handelssälen war eine negative Meldung von Merck. Der Pharma- und Chemiekonzern erlitt im Zulassungsprozess für Cladribin einen Rückschlag. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA habe eine negative Stellungnahme als Therapie der schubförmigen MS abgegeben, teilte das Unternehmen mit. Die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns geben 8,4 Prozent auf 64,27 Euro ab.

          Aktien von Sportartikelherstellern zählen zu den größten Gewinnern. Adidas gewinnen an der Dax-Spitze knapp 3 Prozent auf 44,865 Euro und Puma legen als einer der besten Werte im MDax um 1,3 Prozent auf 238,50 Euro zu. Der amerikanische Wettbewerber Nike sieht sich nach einem Gewinn und Umsatzsprung in guter Form. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende August verkaufte der weltgrößte Produzent von Sportartikeln deutlich mehr T-Shirts, Schuhe und Hosen als vor einem Jahr.

          Titel von Infineon fallen um 0,7 Prozent auf 4,727 Euro. Der amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) erwartet im zu Ende gehenden dritten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang. Die Erlöse dürften im Vergleich zum zweiten Geschäftsquartal um 1 bis 4 Prozent sinken, teilte das Unternehmen mit.

          Rentenmarkt wenig verändert

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Freitag wenig verändert. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 2 Basispunkte auf 131,37 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 3 Basispunkte auf 120,84 Prozent.

          Aus charttechnischer Sicht habe sich der Bereich um 130 Prozent als Sprungbrett erwiesen, heißt es bei HSBC Trinkaus. Dank der Rückkehr in den steilen Haussetrend dürften die „Bullen“ nun versuchen, die aus dem Rolltermin von Anfang September resultierende Kurslücke (131,69 zu 133,04) zu schließen. Unterstützt sei der Bund-Future um 130 Prozent. Der Bobl-Future steigt um 10 Ticks auf 120,84 Prozent.

          Neue Impulse werden zunächst vom ifo-Geschäftsklima-Index aus Deutschland erwartet. Gerechnet wird mit einem leichten Rückgang auf 106,5 von 106,7. Am Nachmittag könnten die amerikanischen Neubauverkäufe und die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den Vereinigten Staaten die Kurse bewegen. Außerdem warten Händler auf Reden mehrerer amerikanischen Notenbanker, so auch von Notenbank-Chef Ben Bernanke.

          Yenkurs wegen Interventionsspekulationen sehr volatil

          Der Euro legt an den Devisenmärkten am Freitagmorgen während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel etwas zu. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,3333 Dollar nach 1,3317 Dollar im späten New Yorker Geschäft am Donnerstag. „Der Markt konzentriert sich auf den Yen“, so ein Devisenhändler.

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