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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt kurzfristig deutlich zu

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Der deutsche Aktienmarkt ist fest in den Freitag gestartet, gestützt von überaus optimistisch interpretierten Vorlagen aus den Vereinigten Staaten und aus Asien sowie einem festeren Euro. „Die Risikobereitschaft nimmt wieder zu“, so ein Marktteilnehmer.

          Der deutsche Aktienmarkt ist fest in den Freitag gestartet, gestützt von überaus optimistisch interpretierten Vorlagen aus den Vereinigten Staaten und aus Asien sowie einem festeren Euro. „Die Risikobereitschaft nimmt wieder zu“, so ein Marktteilnehmer. Der Dax gewinnt gegen 9.45 Uhr 0,75 Prozent auf 7.168 Punkte. Bis auf die Papiere der Deutschen Telekom liegt ein einziger Dax-Wert liegt im Minus. Zudem dürfte der nahende Mai-Ultimo für weitere Käufe sorgen, heißt es am Markt. Zahlreiche Investoren seien unterinvestiert gewesen, weil sie auf noch tiefere Kurse gesetzt hatten.

          Aus technischer Sicht liege der Dax in einer breiten Seitwärtsbewegung. Gekennzeichnet sei sie durch die Widerstände bei 7.230 und dann beim Abwärtstrend bei gut 7.300 Punkten. Nach unten sei der Dax um 7.070 Punkte unterstützt. Ab Mittag sei allerdings möglicherweise mit Zurückhaltung und Gewinnmitnahmen zu rechnen, da die Börsen in New York und London am Montag wegen Feiertagen geschlossen seien. Auf Unternehmensseite gibt es keine nennenswerten kursbewegenden Nachrichten.

          Bei den Konjunkturdaten stehen in den Vereinigten Staaten das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die „ausstehenden“ Hausverkäufe im Blick. Aus der EU kommen Geschäftsklima und deutsche Länderinflationen. Auf der Gewinnerseite erholen sich BASF um 1,4 Prozent auf 61,67 Euro und Metro um 1,1 Prozent auf 44,85 Euro. Auch Lufthansa und Infineon legen zu. Deutsche Bank steigen um 0,9 Prozent oder 0,36 Euro auf 41,22 Euro, obwohl der Kurs auch den Dividendenabschlag von 0,75 Euro je Aktie widerspiegelt. Bereinigt liegt er also um rund 2,4 Prozent im Plus. Die Analysten der Citigroup haben europäische Banken-Aktien auf „Overweight“ hochgestuft. Mit Dividendenabschlägen werden am Freitag auch Salzgitter, Pfeiffer Vacuum, United Internet und SMA Solar gehandelt. Bei Klöckner & Co beginnt der Bezugsrechtshandel für die Kapitalerhöhung, der Kurs liegt 7,9 Prozent im Minus bei 19,91 Euro. Bereinigt um das Bezugsrecht liegt der Kurs gut 1 Prozent im Plus.

          Deutsche Anleihen tendieren knapp gehalten

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Freitag mit geringfügigen Kursverlusten in den Handel gegangen. Der Kurs des richtungsweisenden Euro-Bund-Futures sank am Morgen um 0,02 Prozent auf 125,49 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,995 Prozent. Experten rechnen am Freitag dennoch mit einer anhaltend festen Tendenz. Stützen dürfte nach wie vor die Griechenland-Krise, heißt es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Für Bewegung könnten zudem neue amerikanische Konjunkturdaten am Nachmittag sorgen. Veröffentlicht werden Zahlen zum Konsum und vom Häusermarkt. Den Bund-Future sieht die Landesbank zwischen 123,97 bis 126,00 Punkten.

          Dollar-Schwäche auf breiter Front

          Der Euro zeigt sich am Freitag im frühen Geschäft zum Dollar deutlich höher. „Das Thema ist Dollar-Schwäche“, so ein Händler. Der Dollar tendiert auch gegen viele asiatische Währungen oder den Austral-Dollar schwach. Gegen 7.50 Uhr steht die Gemeinschaftswährung bei 1,4244 Dollar nach 1,4143 Dollar im späten amerikanische Handel am Donnerstag. Zum Schweizer Franken gibt der Euro dagegen weiter nach. Der Markt konzentriere sich auf den schwachen Datenkranz aus den Vereinigten Staaten , das habe die Eurozonen-Schuldenkrise in den Hintergrund gedrängt, heißt es. Die jüngsten Konjunkturdaten seien fast alle enttäuschend ausgefallen. „Sollten auch die Daten am Nachmittag wie der Michigan-Index oder zuvor die persönlichen Einkommen schwach ausfallen, könnte sich der Dollar-Rückgang sogar weiter beschleunigen“, so ein Händler. Dann sei ein Test des letzten Zwischen-Hochs bei 1,4310 Dollar möglich. Starke amerikanische Daten könnten dagegen wieder die Eurozonen-Krise in den Vordergrund bringen, heißt es am Markt. Hier warte der Handel auf Details, wie die griechischen Schulden umstrukturiert werden könnten, oder wie der weitere Weg Richtung Transfer-Union aussehe. Am Donnerstag war der Euro vorübergehend unter Druck geraten, nachdem der Chef der Eurogruppe, Jean Claude Juncker, auf mögliche Probleme bei der Auszahlung der nächsten Tranche des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland verwiesen hatte. Die Feinunze Gold wird mit 1.525,40 Dollar gehandelt nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 1.518,50 Dollar am Donnerstag. wurde.

          Schwacher Dollar lastet auf Tokioter Börse

          Belastet von dem starken Yen hat die Börse in Tokio am Freitag bei niedrigen Umsätzen etwas leichter geschlossen. Der Nikkei-225 gab 0,4 Prozent oder 40 Punkte auf 9.522 nach. Der breiter gefasste Topix büßte 0,3 Prozent oder 2 Zähler auf 825 ein. Mit Blick auf die in der kommenden Woche anstehenden Konjunkturdaten für die Vereinigten Staaten und China verhielten sich die Anleger aktuell vorsichtig, kommentierten Börsianer niedrige Umsätze zum Wochenschluss. „Die Konjunkturindikatoren für die Vereinigten Staaten und China müssen stark beachtet werden, um einzuschätzen, wie lange der Markt noch in der Korrekturbewegung verharren wird, bevor sich die Stimmung aufhellt“, argumentierte ein Analyst von Investrust. Die Verbraucherpreise in Japan sind im April auf Jahressicht zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Ein Ende der langwierigen Deflation ist aber nach Ansicht von Experten dennoch nicht in Sicht, weil der Anstieg hauptsächlich auf höhere Energiepreise zurückzuführen ist. Die Lebenshaltungskosten legten in der Kernberechnung um 0,6 Prozent auf Jahressicht zu, was den Prognosen entsprach. Unterdessen sind die Einzelhandelsumsätze im April gesunken, was hauptsächlich auf den eingebrochenen Automobilabsatz zurückzuführen ist.

          Auf der Verliererseite standen am Berichtstag Tokyo Electric Power (Tepco), die nach einer Abstufung durch Mizuho Securities 0,3 Prozent auf 321 Yen verloren. Bei Sony belastete der am Vortag nachbörslich ausgewiesene massive Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Aktie sank um 3 Prozent auf 2.167 Yen. Nintendo gingen angesichts anhaltender Verkäufe institutioneller Investoren den dritten Tag infolge mit einem Minus aus dem Handel. Der starke Yen könne die Geschäfte belasten und schüre Sorgen hinsichtlich der Ergebnisentwicklung bei Nintendo, hieß es am Markt. Die Papiere gaben 0,9 Prozent auf 18.610 Yen nach. Eine Abwärtsrevision des erwarteten Auftragseingangs bei Japan Steel Works drückten den Titel um 1,2 Prozent auf 585 Yen. Gewinne verbuchten unterdessen Hitachi Construction Machinery, die nach einem optimistischen Unternehmensausblick für das laufende Jahr um 1,4 Prozent auf 1.688 Yen kletterten. Nippon Sheet Glass gewannen nach einer Kaufempfehlung durch Nomura Securities 2,4 Prozent auf 259 Yen. Isuzu Motors stiegen um 2,5 Prozent auf 366 Yen, nachdem Deutsche Securities die Volumenprognose für den Automobilhersteller angehoben hatte. Das Institut rechnet mit einer schnelleren Erholung der Produktion als bisher.

          Börse in Seoul schließt leicht freundlich

          Gestützt von Gelegenheitskäufern und der Hoffnung auf einen Anstieg der Risikofreude ist die Börse in Seoul am Freitag etwas fester aus dem Handel gegangen. Der Kospi kletterte um 0,4 Prozent oder 8 auf 2.100 Punkte. Die Nachhaltigkeit der Bewegung sei jedoch fraglich, kommentierte ein Analyst von Solomon Investment & Securities. „Der jüngste Abprall nach oben markiert nicht das Ende der Korrekturbewegung. Solange die Schuldenprobleme Griechenlands andauern, dürfte der Aktienmarkt volatil bleiben“, fügte der Experte hinzu. Für die kommende Woche rechnen Analysten beim Kospi mit einer Handelsspanne zwischen 2.030 und 2.150 Zählern. Aktien der Baubranche profitierten am Berichtstag von Hoffnungen über eine Ausweitung der Projekte auf See in der zweiten Jahreshälfte. Hyundai Engineering & Construction stiegen um 5,3 Prozent auf 82.800 Won und Daelim Industrial legten 3,5 Prozent auf 103.500 Won zu. Die Schwergewichte der Branchen Automobil und Technologie wurden nach den Verlusten der vergangenen Handelstage von Gelegenheitskäufern gestützt. Hier machten Samsung Electronics 1,4 Prozent auf 891.000 Won gut und Hyundai Motor kletterten um 2,1 Prozent auf 248.500 Won.

          Börsen Chinas zeigen sich mittags knapp behauptet

          Die Börse in Schanghai wird am Freitag von Sorgen über Liquiditätsengpässe belastet und präsentiert sich am Mittag (Ortszeit) knapp behauptet. Auf der anderen Seite stützen Aufschläge in den schwer gewichteten Aktien von PetroChina, die damit die Abwärtsdynamik stark bremsen. Der Schanghai-Composite büßt nach Ende der ersten Handelsphase 0,1 Prozent auf 2.734 Punkte ein, bei 2.700 Zählern machen Händler unverändert die nächste Schlüsselunterstützung aus. Der Shenzhen-Index sinkt um 0,8 Prozent auf 1.114 Stellen und in Hongkong steigt der HSI um 1 Prozent auf 23.128 Punkte. Am Markt gehe die Sorge um, dass mit der möglichen Schaffung eines neuen Börsensegments für ausländische Papiere Liquidität knapp werden könnte, heißt es. Zudem lasten die Konjunktursorgen weiterhin auf dem Sentiment. „Anleger sind besorgt, dass die Zulassung von Aktien ausländischer Unternehmen die Liquidität austrocknen könnte. Hauptbelastungsfaktor bleibt aber die makroökonomische Entwicklung“, sagt Analyst Li Xin von China Development Bank Securities. Trotz der trüben Konjunkturaussichten hält er jedoch eine kleine Erholung am chinesischen Aktienmarkt in der ersten Junihälfte für möglich. Air China verlieren 0,2 Prozent auf 9,49 Yuan und FAW Car 0,7 Prozent auf 12,75 Yuan. PetroChina steigen um 1,4 Prozent auf 11,03 Yuan, die Konzernmutter China National Petroleum will ihren Anteil am Ölförderer aufstocken.

          Öl wird auf extremem Niveau leicht teurer

          Die Ölpreise sind am Freitag leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete im frühen Handel 115,35 amerikanische Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 59 Cent auf 100,82 Dollar. Händler begründeten die etwas festere Tendenz am Ölmarkt mit einer Gegenbewegung zu den Kursverlusten am Donnerstag. Zudem verwiesen sie auf den etwas schwächeren Dollar, der Rohöl für Investoren außerhalb des Dollar-Raums attraktiver gemacht habe und damit die Nachfrage stütze. Impulse erwarten sich Marktbeobachter unter anderem von neuen amerikanische Konjunkturdaten am Nachmittag. Veröffentlicht werden Zahlen zum Konsum und vom Häusermarkt.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 2,72 Punkte auf 2328,65 Zähler.

          Die Aktien der Marvell Technology Group haben sich am Donnerstag im nachbörslichen Handel deutlich verteuert. Der Chipproduzent hat für das zweite Quartal einen Umsatz von 870 Millionen bis 910 Millionen Dollar angekündigt. Analysten erwarten gegenwärtig im Schnitt 875,5 Millionen Dollar. Das erste Quartal sei der Tiefpunkt gewesen, so Marvell, im zweiten Quartal sei mit Wachstum in allen Endmärkten zu rechnen. Im ersten Quartal wurde ein Ergebnis von 0,29 Dollar je Aktie erzielt, während Analysten mit 0,30 Dollar je Aktie gerechnet hatten. Die Kurse der Papiere von Marvell steigerten sich um 8,9 Prozent auf 15,85 Dollar. Die Notierungen der Anteilsscheine von OmniVision Technologies fielen um 5,9 Prozent auf 34,29 Dollar. Das Unternehmen prognostiziert für das erste Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 0,64 und 0,77 Dollar. Analysten rechnen bislang mit 0,71 Dollar je Aktie. Im vierten Geschäftsquartal hat OmniVision mit 0,66 Dollar je Aktie ein Ergebnis um 0,01 Dollar über den Analystenerwartungen erzielt. Die Aktien von Advanced Analogic Technologies profitierten von der Mitteilung, dass das Unternehmen von Skyworks Solutions für 262,5 Millionen Dollar in Bargeld und Aktien übernommen wird. Die Titel haussierten um 52,6 Prozent auf 5,95 Dollar.

          Wall Street trotzt schwachen Konjunkturzahlen

          Der amerikanische Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von anfänglichen Abgaben erholt und etwas fester geschlossen. Der Dow-Jones-Industrial-Index stieg an seinem 115. Geburtstag um 0,1 Prozent oder 8 Punkte auf 12.403. Für den S&P-500 ging es um 0,4 Prozent oder 5 auf 1.326 Punkte nach oben. Besonders gefragt waren Technologiewerte: Der Nasdaq-Composite legte um 0,8 Prozent oder 22 auf 2.783 Punkte zu. An der New York Stock Exchange kamen auf 2.152 Kursgewinner 845 Verlierer. 111 Aktien schlossen unverändert. Das Umsatzvolumen verkleinerte sich auf 0,86 Milliarden von 0,96 Milliarden Aktien. Zwischenzeitlich hatten Aussagen des Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker belastet, der prognostiziert hatte, dass Griechenland die 2011er Defizitziele nicht erreicht. Dies könne zur Folge haben, dass der Internationale Währungsfonds seine nächste Tranche nur mit Garantien der Europäischen Union auszahlt. Als Enttäuschung wurde auch gewertet, dass das amerikanische Bruttoinlandsprodukt in der zweiten Schätzung nicht nach oben revidiert wurde. Es ist im ersten Quartal um annualisiert 1,8 Prozent gewachsen. Auch die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf amerikanische Arbeitslosenhilfe enttäuschte.

          Microsoft führten mit einem Plus von 2 Prozent auf 24,67 Dollar den Dow-Index an, nachdem der Hedgefonds-Manager David Einhorn sich „bullish“ zu der Aktie geäußert hatte. Hewlett-Packard stiegen vor dem Hintergrund von Veränderungen im Management um 1,5 Prozent auf 36,55 Dollar. Erfreuliche Nachrichten kamen aus dem Konsumgüter-Sektor. Erstquartalszahlen und Ausblick von Tiffany & Co hatten positiv überrascht. Die Aktie stieg um 8,6 Prozent auf 76,04 Dollar. Die Guess-Geschäftszahlen zeigten eine Stabilisierung des heimischen Geschäfts, Europa und Asien weisen ein robustes Wachstum auf. Auch die Bruttomargen, die von vielen Wettbewerbern wegen der steigenden Inputkosten als stark rückläufig dargestellt wurden, fielen über den Erwartungen aus. Es wurde zudem positiv gewertet, dass Guess den Ausblick bestätigt hat. Guess haussierten um 11,1 Prozent auf 44,57 Dollar. Auch NetApp legten deutlich zu, nachdem das Datenspeicher-Unternehmen mit dem Quartalsergebnis und seinem Gewinn- und Umsatzausblick für das laufende erste Quartal seines Geschäftsjahres die Schätzungen übertroffen hatte. Die Aktie stieg um 6,9 Prozent auf 55,31 Dollar.

          Amerikanische Anleihen tendierten am Donnerstag fest

          Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen haben am Donnerstag deutlich zugelegt, nachdem die Sorgen um die Staatsverschuldung Griechenlands zugenommen hatten und eine Anleihe-Auktion auf hohe Nachfrage gestoßen war. Die Kurse zehnjähriger amerikanischer Anleihen mit einem Kupon von 3,125 Prozent stiegen bis zum späten Handel um 20/32 auf 100-18/32. Die Papiere rentierten mit 3,058 Prozent. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 1-1/32 auf 102-18/32. Ihre Rendite fiel von 4,282 auf 4,223 Prozent. Die Anleihen bauten ihre Gewinne aus, nachdem Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker gewarnt hatte, dass Griechenland nicht sein Staatsdefizit-Ziel für 2011 erreichen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte den Regeln zufolge kommenden Monat eine Tranche der Hilfen an Griechenland nur bei Gewährung einer Garantie der Europäischen Union auszahlen, sagte Juncker. Zudem war eine Auktion siebenjähriger amerikanische Notes auf hohe Nachfrage gestiegen. Das Verhältnis von Nachfrage zu Angebot von 3,24 war laut TD Securities ein Rekord. Die bei der Auktion erzielte Rendite war die niedrigste des Jahres. Zuvor hatten bereits enttäuschende amerikanische Konjunkturdaten die Nachfrage nach Staatsanleihen belebt. Für das amerikanische Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals wurde in der zweiten Veröffentlichung ein Anstieg von annualisiert 1,8 Prozent mitgeteilt, während Volkswirte im Mittel 2,2 Prozent erwartet hatten. Zudem stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten in der vergangenen Woche um 10.000 auf 424.000, während ein Rückgang um 4.000 auf 405.000 erwartet worden war.

          Lateinamerikas Börsen schlossen am Donnerstag uneinheitlich

          Die Entwicklung der Aktienkurse an den größeren lateinamerikanischen Börsen war am Donnerstag uneinheitlich. Im brasilianischen São Paulo stieg der Bovespa-Index 710,13 Zähler (1,12 Prozent) auf 64 098,60 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt konnte 243,79 Zähler (0,68 Prozent) auf 35 742,21 Punkte zulegen. An der Börse der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab es jedoch beim Merval-Index einen Rückgang von 13,86 Zählern (0,42 Prozent) auf 3 268,55 Punkte.

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