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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt kurzfristig deutlich zu

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Microsoft führten mit einem Plus von 2 Prozent auf 24,67 Dollar den Dow-Index an, nachdem der Hedgefonds-Manager David Einhorn sich „bullish“ zu der Aktie geäußert hatte. Hewlett-Packard stiegen vor dem Hintergrund von Veränderungen im Management um 1,5 Prozent auf 36,55 Dollar. Erfreuliche Nachrichten kamen aus dem Konsumgüter-Sektor. Erstquartalszahlen und Ausblick von Tiffany & Co hatten positiv überrascht. Die Aktie stieg um 8,6 Prozent auf 76,04 Dollar. Die Guess-Geschäftszahlen zeigten eine Stabilisierung des heimischen Geschäfts, Europa und Asien weisen ein robustes Wachstum auf. Auch die Bruttomargen, die von vielen Wettbewerbern wegen der steigenden Inputkosten als stark rückläufig dargestellt wurden, fielen über den Erwartungen aus. Es wurde zudem positiv gewertet, dass Guess den Ausblick bestätigt hat. Guess haussierten um 11,1 Prozent auf 44,57 Dollar. Auch NetApp legten deutlich zu, nachdem das Datenspeicher-Unternehmen mit dem Quartalsergebnis und seinem Gewinn- und Umsatzausblick für das laufende erste Quartal seines Geschäftsjahres die Schätzungen übertroffen hatte. Die Aktie stieg um 6,9 Prozent auf 55,31 Dollar.

Amerikanische Anleihen tendierten am Donnerstag fest

Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen haben am Donnerstag deutlich zugelegt, nachdem die Sorgen um die Staatsverschuldung Griechenlands zugenommen hatten und eine Anleihe-Auktion auf hohe Nachfrage gestoßen war. Die Kurse zehnjähriger amerikanischer Anleihen mit einem Kupon von 3,125 Prozent stiegen bis zum späten Handel um 20/32 auf 100-18/32. Die Papiere rentierten mit 3,058 Prozent. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 1-1/32 auf 102-18/32. Ihre Rendite fiel von 4,282 auf 4,223 Prozent. Die Anleihen bauten ihre Gewinne aus, nachdem Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker gewarnt hatte, dass Griechenland nicht sein Staatsdefizit-Ziel für 2011 erreichen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte den Regeln zufolge kommenden Monat eine Tranche der Hilfen an Griechenland nur bei Gewährung einer Garantie der Europäischen Union auszahlen, sagte Juncker. Zudem war eine Auktion siebenjähriger amerikanische Notes auf hohe Nachfrage gestiegen. Das Verhältnis von Nachfrage zu Angebot von 3,24 war laut TD Securities ein Rekord. Die bei der Auktion erzielte Rendite war die niedrigste des Jahres. Zuvor hatten bereits enttäuschende amerikanische Konjunkturdaten die Nachfrage nach Staatsanleihen belebt. Für das amerikanische Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals wurde in der zweiten Veröffentlichung ein Anstieg von annualisiert 1,8 Prozent mitgeteilt, während Volkswirte im Mittel 2,2 Prozent erwartet hatten. Zudem stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten in der vergangenen Woche um 10.000 auf 424.000, während ein Rückgang um 4.000 auf 405.000 erwartet worden war.

Lateinamerikas Börsen schlossen am Donnerstag uneinheitlich

Die Entwicklung der Aktienkurse an den größeren lateinamerikanischen Börsen war am Donnerstag uneinheitlich. Im brasilianischen São Paulo stieg der Bovespa-Index 710,13 Zähler (1,12 Prozent) auf 64 098,60 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt konnte 243,79 Zähler (0,68 Prozent) auf 35 742,21 Punkte zulegen. An der Börse der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab es jedoch beim Merval-Index einen Rückgang von 13,86 Zählern (0,42 Prozent) auf 3 268,55 Punkte.

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