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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt kurzfristig deutlich zu

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Der Euro zeigt sich am Freitag im frühen Geschäft zum Dollar deutlich höher. „Das Thema ist Dollar-Schwäche“, so ein Händler. Der Dollar tendiert auch gegen viele asiatische Währungen oder den Austral-Dollar schwach. Gegen 7.50 Uhr steht die Gemeinschaftswährung bei 1,4244 Dollar nach 1,4143 Dollar im späten amerikanische Handel am Donnerstag. Zum Schweizer Franken gibt der Euro dagegen weiter nach. Der Markt konzentriere sich auf den schwachen Datenkranz aus den Vereinigten Staaten , das habe die Eurozonen-Schuldenkrise in den Hintergrund gedrängt, heißt es. Die jüngsten Konjunkturdaten seien fast alle enttäuschend ausgefallen. „Sollten auch die Daten am Nachmittag wie der Michigan-Index oder zuvor die persönlichen Einkommen schwach ausfallen, könnte sich der Dollar-Rückgang sogar weiter beschleunigen“, so ein Händler. Dann sei ein Test des letzten Zwischen-Hochs bei 1,4310 Dollar möglich. Starke amerikanische Daten könnten dagegen wieder die Eurozonen-Krise in den Vordergrund bringen, heißt es am Markt. Hier warte der Handel auf Details, wie die griechischen Schulden umstrukturiert werden könnten, oder wie der weitere Weg Richtung Transfer-Union aussehe. Am Donnerstag war der Euro vorübergehend unter Druck geraten, nachdem der Chef der Eurogruppe, Jean Claude Juncker, auf mögliche Probleme bei der Auszahlung der nächsten Tranche des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland verwiesen hatte. Die Feinunze Gold wird mit 1.525,40 Dollar gehandelt nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 1.518,50 Dollar am Donnerstag. wurde.

Schwacher Dollar lastet auf Tokioter Börse

Belastet von dem starken Yen hat die Börse in Tokio am Freitag bei niedrigen Umsätzen etwas leichter geschlossen. Der Nikkei-225 gab 0,4 Prozent oder 40 Punkte auf 9.522 nach. Der breiter gefasste Topix büßte 0,3 Prozent oder 2 Zähler auf 825 ein. Mit Blick auf die in der kommenden Woche anstehenden Konjunkturdaten für die Vereinigten Staaten und China verhielten sich die Anleger aktuell vorsichtig, kommentierten Börsianer niedrige Umsätze zum Wochenschluss. „Die Konjunkturindikatoren für die Vereinigten Staaten und China müssen stark beachtet werden, um einzuschätzen, wie lange der Markt noch in der Korrekturbewegung verharren wird, bevor sich die Stimmung aufhellt“, argumentierte ein Analyst von Investrust. Die Verbraucherpreise in Japan sind im April auf Jahressicht zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Ein Ende der langwierigen Deflation ist aber nach Ansicht von Experten dennoch nicht in Sicht, weil der Anstieg hauptsächlich auf höhere Energiepreise zurückzuführen ist. Die Lebenshaltungskosten legten in der Kernberechnung um 0,6 Prozent auf Jahressicht zu, was den Prognosen entsprach. Unterdessen sind die Einzelhandelsumsätze im April gesunken, was hauptsächlich auf den eingebrochenen Automobilabsatz zurückzuführen ist.

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