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Blick auf den Finanzmarkt : Dax konsolidiert

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Nach dem kräftigen Kurssprung am Dienstag ist am deutschen Aktienmarkt am Mittwochmorgen Konsolidierung angesagt. Dafür ist das Schwergewicht Siemens mitverantwortlich, die Aktie büßt nach einer Gewinnwarnung von Philips 1,3 Prozent ein.

          Nach dem kräftigen Kurssprung am Dienstag ist am deutschen Aktienmarkt am Mittwochmorgen Konsolidierung angesagt. Gegen 9.32 Uhr steigt der Dax um 7 Punkte auf 7.293. Am Dienstag hatte der Index um fast 2 Prozent zugelegt. Für den verhaltenen Auftakt ist vor allem das Schwergewicht Siemens verantwortlich, die Aktie büßt nach einer Gewinnwarnung von Philips 1,3 Prozent ein. Siemens ist mit einem Dax-Gewicht von 10 Prozent schwerster Einzelwert im Dax. Technisch unterstützt ist der Dax auf Tagessicht bei 7.204 Punkten, bei 7.367 Punkten liegt ein Widerstand. Händler begründen den verhaltenen Auftakt auch mit der Sitzung der amerikanische Notenbank am Abend. Die Federal Reserve dürfte den Leitzins unverändert bei 0,00 Prozent bis 0,25 Prozent belassen. Spannend dürfte es werden, wenn sich die Fed zu Wachstum, Inflation und Arbeitsmarkt äußert. Siemens verlieren 1,3 Prozent auf 92,24 Euro. Philips hat am Morgen eine Gewinnwarnung veröffentlicht, die Aktie bricht in Amsterdam um 11 Prozent ein. Philips hat die Gewinnwarnung mit einem schwachen Geschäft in der Lichtsparte begründet. Auch Siemens ist im Lichtgeschäft engagiert - und will zudem den Bereich Osram an die Börse bringen. Das Umfeld für Börsengänge hat sich zuletzt aber stark eingetrübt.

          Daimler rücken mit ihrem Anteil an EADS in den Fokus. Der Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in New York, es stehe Daimler rechtlich frei, ihre Anteile zu verkaufen. Daimler legen um 0,8 Prozent auf 48,96 Euro zu. EADS fallen um 0,5 Prozent auf 21,64 Euro. Merck KGaA verlieren 1,5 Prozent auf 53,96 Euro. Das Unternehmen verfolgt die weltweite Zulassung des Multiple-Sklerose-Mittels „Cladribin“ nicht weiter und verbucht eine einmalige Belastung von 20 Millionen Euro. Die Aktien von Adler Modemärkte kosten an ihrem ersten Handelstag 9,85 Euro. Die Modehandelskette hat insgesamt 11,2 Millionen Aktien zum Preis von 10 Euro je Aktie platziert. Damit lag die Platzierung am unteren Ende der Preisspanne von 10 bis 12,50 Euro. Bei den Nebenwerten profitieren Krones davon, dass UBS die Aktie des Anlagenherstellers auf „Kaufen“ von „Neutral“ erhöht hat. Krones ziehen um 2,7 Prozent auf 54,31 Euro an. Südzucker steigen nach laut Händlern guten Erstquartalszahlen um 2,7 Prozent auf 23,36 Euro.

          Deutsche Anleihen tendieren im frühen Handel knapp gehalten

          Am deutschen Anleihenmarkt sind die Kurse am Mittwoch nach einer für die griechische Regierung erfolgreichen Vertrauensfrage mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future verlor 0,07 Prozent auf 125,80 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,979 Prozent. Das griechische Parlament hatte in der vergangenen Nacht Ministerpräsident Papandreou das Vertrauen ausgesprochen und damit den Weg für eine neues Sparpaket im Kampf gegen die Staatspleite des Eurozonen-Landes geebnet. Der erfolgreiche Ausgang der Vertrauensfrage habe den deutschen Rentenmarkt leicht unter Verkaufsdruck gesetzt, hieß es von Händlern. Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich der Fokus der Investoren auf die Zinsentscheidung der amerikanische Notenbank verschieben. Vor allem die Konjunkturprognose von amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke im Anschluss an die Zinsentscheidung werden an den Finanzmärkten mit Spannung erwartet, hieß es weiter.

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