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Blick auf den Finanzmarkt : Dax kann Anfangsgewinne nicht halten

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Neue Impulse könnten am Nachmittag von den Neubauverkäufen in den Vereinigten Staaten ausgehen. Zuvor wird ein landesweiter Konjunkturindex der Notenbank-Filiale in Chicago veröffentlicht, der normalerweise nur geringen Einfluss auf die Märkte hat.

Aus technischer Sicht könnte sich der Euro weiter erholen, heißt es bei der LBBW. „Ein Tagesschluss über 1,3005 Dollar wäre das Signal für den direkten Test der 1,3150 Dollar, gefolgt von 1,3220 und 1,3350“, so die LBBW. Unterstützt sei der Euro bei 1,2750 Dollar.

Stresstests lassen auch Börsen in Fernost kalt

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Montag überwiegend Gewinne verbucht. Solide amerikanischen Unternehmenszahlen und überraschend gute Konjunkturdaten aus der Euro-Zone wischten vorerst Sorgen weg, die europäischen Banken-Stresstests seien zu lasch gewesen. In Japan kurbelte die Erwartung positiver Ergebnisse von heimischen Unternehmen die Märkte zusätzlich an.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent im Plus bei 9503 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,6 Prozent auf 845 Punkte. Südkorea, Hongkong, Taiwan und Shanghai verbuchten ebenfalls Gewinne. Lediglich Singapur notierte leicht im Minus.

Die Ergebnisse des Stresstests für 91 europäische Banken hatten auch die amerikanischen Börsen am Freitag kaum beeindruckt. Lediglich sieben Geldhäuser fielen bei den Krisenszenarien durch. Der Kapitalbedarf der Durchfaller wurde insgesamt auf 3,5 Milliarden Euro beziffert - deutlich weniger als von Experten erwartet. Ob die Stresstest-Ergebnisse alle Unsicherheiten über die Finanzlage in Europa beseitigen könnten, müsse sich allerdings erst noch zeigen, sagte der Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Die Investoren würden die Prüfung noch verarbeiten. Der Fokus verlagere sich daher auf heimische Quartalszahlen.

Auf Unternehmensseite waren die Aktien des Elektronikkonzerns Sony und des Autobauers Toyota von Interesse, nachdem Medien von besseren Bilanzen berichtet hatten. Sony-Anteile tendierten nahezu unverändert, Toyota-Aktien gewannen 0,2 Prozent. Der schwache Yen half Aktien von Unternehmen, die vor allem nach Europa Waren liefern. Canon-Scheine gewannen 2,5 Prozent, Honda-Anteile tendierten mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Die Tokioter Börse teilte derweil mit, eine Verlängerung der Handelszeit zu erwägen. So könnte etwa die eineinhalbstündige Mittagspause verkürzt werden oder wegfallen. Auf diese Weise will die Tokyo Stock Exchange das Handelsvolumen ankurbeln und sich besser gegen asiatische Rivalen rüsten.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Etwas fester entwickelten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 0,4 Punkte auf 1875,78 Zähler.

Genzyme bauten die Kursgewinne weiter aus, mit denen die Aktie bereits im regulären Geschäft auf einen Zeitungsbericht über eine mögliche Übernahme reagiert hatte. Die Titel
stiegen um 2,1 Prozent auf 63,80 Dollar. Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass Sanofi-Aventis informell an Genzyme herangetreten sei und beiden Seiten begonnen hätten, einander im Hinblick auf eine mögliche Transaktion zu prüfen.

Wall Street hat noch Luft nach oben

Die Wall Street segelt mit reichlich Rückenwind in die neue Woche. Doch wenn die rasante Fahrt der vergangenen Tage fortdauern soll, dann sind eine Reihe weiterer überzeugender Unternehmensberichte nötig. Die Anleger werden darin genau auf Umsatzsteigerungen achten, die sich auch ohne Kostensenkungen im Ergebnis niederschlagen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Zahlen zahlreicher Schwergewichte. Den Anfang macht am Dienstag der Chemiekonzern DuPont. Der Flugzeugbauer Boeing folgt etwa am Mittwoch. Am Freitag zieht der Öl-Multi Chevron nach. Über das Wochenende werden die Anleger auch die Stresstests der europäischen Banken genau unter die Lupe nehmen. Nimmt man die Reaktionen vom Freitag als Indikator, dann dürften die Auswirkungen aber gering sein.

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