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Blick auf den Finanzmarkt : Dax gibt nach

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Nach den Kursgewinnen des Dax am Vortag werden einige Anleger nach Einschätzung von Börsianern am Mittwoch Kasse machen. An der Wall Street waren die Indizes nach Börsenschluss in Deutschland abgebröckelt.

          Angesichts negativer amerikanischen Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax fällt um 0,2 Prozent auf 6774 Punkte. Für den MDax geht es am Mittwoch um 0,1 Prozent auf 9496 Punkte nach unten und der TecDax sinkt um 0,5 Prozent auf 821 Zähler.

          Ein Händler sprach mit Blick auf die bröckelnden Kurse an der Wall Street von Gewinnmitnahmen. Der Dow-Jones-Index hatte am Dienstag Verluste von 0,53 Prozent hinnehmen müssen. Zudem verlor der Future auf den amerikanischen Leitindex seit dem Xetra-Schluss vom Vortag 0,35 Prozent. Die asiatischen Börsen zeigten sich indes uneinheitlich. Der Nikkei-225-Index in Tokio schloss mit einem klaren Plus, wohingegen China wegen einer Erhöhung der Mindestreservesätze etwas tiefer lag.

          Im Dax stehen unter anderem die Aktien der Allianz nach Zahlen im Fokus. Händler bezeichnen die Resultate des Versicherungskonzerns als „auf allen Ebenen besser als erwartet“. Auch der Ausblick sei an das obere Ende der Erwartungen angehoben worden. Für die Titel geht es zunächst dennoch um 0,25 Prozent auf 92,23 Euro nach unten.

          Lob gibt es auch für die Quartalszahlen von Henkel, die einem Händler zufolge „großartig“ aussehen. Das Unternehmen habe sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis deutlich besser als erwartet abgeschnitten. Und das schlägt sich auch im Aktienkurs des Konsumgüterkonzerns nieder, der sich mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 44,270 Euro an die Dax-Spitze setzt.

          Kaum verändert zeigen sich die Titel von Eon. Der Versorger hatte wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf sein Geschäft in Südeuropa in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinnrückgang verkraften müssen. Bei der Zahlenvorlage hatte der Konzern zudem einen Strategiewechsel angekündigt. Eon will seine Ökostromkapazität bis zum Jahr 2015 mehr als verdreifachen. Diese Zusammenhänge aber waren schon bekannt.

          Rentenmarkt tendiert leichter

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Mittwoch leichter. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 35 Basispunkte auf 130,01 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 12 Basispunkte auf 120,39 Prozent.

          Impulse könnten am Vormittag von der Auktion portugiesischer Staatsanleihen ausgehen. Portugal will bis zu 1,5 Milliarden Euro an sechs- und zehnjährigen Papieren verkaufen. Am Nachmittag stehen in den Vereinigten Staaten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Im- und Exportpreise für Oktober sowie die Handelsbilanz für den Monat September auf der Agenda.

          Aus technischer Sicht habe es der Bund-Future nicht geschafft, den seit Ende August bestehenden Abwärtstrend zu überwinden, kommentieren die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Trendlinie verlaufe am Mittwoch bei etwa 130,67 Prozent.
          Unterstützungen machen die Analysten bei 129,40 Prozent und 129,33 Prozent aus.

          Euro vor portugiesischer Auktion unter 1,38 Dollar

          Der Euro zeigt sich am Mittwochmorgen zu Beginn des europäisch geprägten Geschäfts unverändert schwach zum Dollar und handelt unterhalb der Marke von 1,38 Dollar. Händler sprechen von einem abwartenden Geschäft vor der am Vormittag avisierten Auktion portugiesischer Staatsanleihen. Bereits am Dienstag im späten Handel war die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,38 Dollar gefallen.

          „Die Probleme an der Euro-Peripherie rücken wieder ins Zentrum des Interesses der Marktteilnehmer“, stellt ein Händler fest. Dementsprechend hohe Aufmerksamkeit dürfte der portugiesischen Auktion zuteil werden. Portugal will bis zu 1,5 Milliarden Euro an sechs- und zehnjährigen Papieren verkaufen. Eine erfolgreiche Auktion dürfte den Euro stärken, meint ein weiterer Händler.

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