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Blick auf den Finanzmarkt : Dax fester erwartet

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Nach unten ging es für die Titel von Human Genome Sciences, die um 5,3 Prozent fielen. Die Verluste schreibende Firma kommt der Marktzulassung eines Medikaments zur Behandlung einer Autoimmun-Erkrankung nach der Empfehlung eines Gremiums zwar näher. Die Citigroup nahm aber das HGS-Kursziel deutlich zurück und begründete dies damit, dass es für das Mittel wohl starke Beschränkungen geben werde.

Die Papiere der Warner Music Group gaben 7,5 Prozent nach. Die schwindende Nachfrage nach CDs in den Vereinigten Staaten, vielen Ländern Europas und in Japan hat den amerikanischen Musikkonzern zuletzt tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der Umsatz schrumpfte binnen Jahresfrist um 13 Prozent.

Amerikanische Anleihen etwas leichter

Nach einem volatilen Geschäft zeigen sich die amerikanischen Anleihen am Mittwoch im späten New Yorker Handel mit einer etwas leichteren Tendenz. Nach eher schwach ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten hatten die Treasuries zunächst deutlich angezogen, bevor die Rally später in Erwartung anstehender Anleihe-Auktionen wieder zusammengebrochen sei, hieß es im Markt.

Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent fielen um 9/32 auf 97-27/32 und rentierten mit 2,87 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond sank um 10/32 auf 99-14/32. Seine Rendite stand bei 4,28 Prozent.

Vom Immobilienmarkt wurde zu Handelsbeginn ein Rückgang der Baubeginne im Oktober um 11,7 Prozent gemeldet, die Konsensschätzung hatte lediglich auf eine Abnahme um 1,6 Prozent gelautet. Und die Verbraucherpreise erhöhten sich im Oktober um lediglich 0,2 Prozent, während Volkswirte einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet hatten. In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) wurde sogar eine Stagnation verzeichnet. Hier war ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert worden.

Die zu niedrige Inflation war einer der Schlüsselfaktoren für die Fed, der sie zu einer abermaligen Geldmengenausweitung veranlasst hatte. Damit wollte die Notenbank die Konjunktur anstoßen und gleichzeitig Deflation verhindern, weil diese die Konsumlust bremsen würde. Die schwachen Konjunkturdaten des Tages hätten zunächst das Argument für die Fed, tatsächlich die angekündigten 600 Milliarden Dollar für Anleiherückkäufe einzusetzen, und auch die Treasury-Kurse gestützt, kommentierte Rick Klingman, Händler bei der BNP Paribas.

Gleichwohl setzten später wieder Verkäufe ein. „In den vergangenen Monaten häuften sich in Erwartung der Geldmengenausweitung große Treasury-Positionen an, und die werden nun wieder abgebaut“, kommentierte ein Händler von Oppenheimer and Co. Diese Positionsauflösungen überstiegen sogar die derzeitigen Käufe der Fed und überlagerten auch die zuletzt schwachen Konjunkturdaten, fügte er hinzu.

Thomas Roth, Händler bei Mitsubishi UFJ Securities (Vereinigten Staaten) geht dennoch davon aus, dass mit den Rückkäufen der Fed die Renditen wieder nach unten gehen werden, auch wenn es etwas Zeit brauche. Die Rendite der Zehnjährigen sieht er kurzfristig zwischen
2,5 Prozent und 3,0 Prozent.

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