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Blick auf den Finanzmarkt : Dax fester erwartet

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Euro setzt Erholung fort

Der Euro setzt die Erholung vom Vortag gegen den Dollar am Donnerstagmorgen fort. Im Handel heißt es, dass man sich nach den schwachen amerikanischen Immobiliendaten oder Preisdaten nun wieder verstärkt den amerikanischen Problemen zuwende. Besorgnis erregend sei vor allem die Preisentwicklung, die deflationären Gefahren in den Vereinigten Staaten deutlich unterstrichen und neue Argumente für das Anleihenkaufprogramm der Fed lieferten.

Sollte sich dieser Trend in den kommenden Lesungen bestätigen, dürfte eine Ausweitung der Geldmenge von 600 Milliarden Dollar nach Einschätzung von Credit Agricole nicht ausreichen. Das könnte dann den Weg für „Quantitative Easing 3“ eröffnen. Daneben wird im Handel auf eine leichte Beruhigung der Schuldenkrise in der Eurozone verwiesen. Laut Kreditanalysten besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Irland unter den Rettungsschirm der EU schlüpfen wird.

Es gehe wohl nur noch um die Ausgestaltung der Details. Allerdings, heißt es einschränkend, blieben die fundamentalen Probleme der Eurozone ungelöst. Daher bestehe die Gefahr, dass sich die Schuldenkrise auf andere Länder ausweise. Dabei sei vor allem Spanien von hoher Relevanz, da das Land zu groß sei, um es über den Rettungsschirm aufzufangen.

Aus technischer Sicht ist der Euro zum Dollar laut der Metzler Bank beim Hoch vom 6. August bei 1,3334 Dollar unterstützt. Beim Tief vom 20. Oktober bei knapp 1,37 Dollar liege ein Widerstand.

Hoffnung auf Ende der Schuldenkrise belebt Asiens Aktien

Die Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenprobleme Irlands hat den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb verliehen. In Tokio testete der Nikkei-Index am Donnerstag erstmals seit Ende Juni wieder die 10.000er-Marke. Vor allem Finanzwerte waren gefragt. Analysten begründeten dies mit großen Kapitalflüssen aus dem Ausland in japanische Banken-Titel. Am Devisenmarkt belastete die niedrige amerikanische Teuerung im Oktober den Dollar. Experten sagten, die Daten seien ein Beleg dafür, dass die Notenbank Recht hatte mit ihrer massiven Lockerung der Geldpolitik

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zwei Prozent fester bei 10.013 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss 2,2 Prozent zu auf 868 Zähler. Besonders ausländische Fonds kauften japanische Aktien, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Zu den Gewinnern gehörten TDK-Aktien mit einem Plus von 1,9 Prozent. Aktien des Finanzinstituts Mitsubishi UFJ Financial gewannen 4,3 Prozent.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong und Taiwan legten die Kurse überwiegend zu. In Singapur dagegen tendierte der Markt schwächer.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Gut gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Mittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 1,2 Punkte auf 2101,2 Zähler.

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