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Blick auf den Finanzmarkt : Dax bleibt auf Rekordkurs

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Dank positiv interpretierter Konjunkturdaten aus Deutschland hat der Dax am Mittwochvormittag seine Rekordjagd fortgesetzt. Mit Blick auf die laufende Berichtssaison standen zum Beispiel Maschinenbauer im Fokus.

          Dank positiv interpretierter Konjunkturdaten aus Deutschland hat der Dax am Mittwochvormittag seine Rekordjagd fortgesetzt. Mit gut 7.350 Punkten setzte er zwischenzeitlich erneut eine Höchstmarke seit Januar 2008. Zuletzt stieg der Leitindex um 0,23 Prozent auf 7.340,30 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte legte um 0,39 Prozent zu auf 10.575,25 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,09 Prozent auf 903,66 Punkte nach oben. Andre Saenger, Marktanalyst bei IG Markets, verwies auf die Nachricht, dass Deutschland im Dezember im Vergleich zum Vormonat etwas mehr exportiert und weniger importiert hatte. Zudem gaben die amerikanischen Vorgaben zunächst keinen Anlass für Gewinnmitnahmen. Die wichtigsten Indizes hatten auch hier ihre Aufwärtsbewegung am Dienstag unbeirrt fortgesetzt und der Dow Jones Industrial stieg auf den höchsten Stand seit Mitte Juni 2008. Der Future auf den amerikanischen Leitindex gewann 0,28 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra am Vortag. Die Berichtssaison nimmt derweil mit zahlreichen Unternehmen aus der zweiten Reihe ihre Fortsetzung. Gegen Mittag könnten weitere Impulse für den Aktienmarkt aus den Vereinigten Staaten kommen. Der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke hält eine Rede vor dem Haushaltsausschuss.

          Mit Blick auf die laufende Berichtssaison standen zum Beispiel Maschinenbauer im Fokus. Das angeschlagene Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen meldete sich im dritten Geschäftsquartal unerwartet stark zurück. Auftragseingang, Umsatz und Gewinn stiegen kräftiger als von Analysten erwartet. Die Aktien kletterten daraufhin an der MDax-Spitze um 5,83 Prozent auf 3,956 Euro. Die Anteilsscheine von Gildemeister aber sanken um 0,35 Prozent auf 16,845 Euro. Der Werkzeugmaschinenbauer blickt zwar nach einem erfolgreichen Geschäft 2010 optimistisch auf das laufende Jahr. Auch ein Börsianer lobte diesen „guten Ausblick“. Die nun für das erste Halbjahr geplante Kapitalerhöhung sei allerdings zunächst wohl angesichts noch fehlender Details eine Belastung, obwohl sie bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt worden war.

          Europas größter Reisekonzern Tui startet indes dank anziehender Nachfrage und gesunkener Kosten mit einem verringerten Verlust in das neue Geschäftsjahr. Damit schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als von Experten erwartet. Die Container-Schifffahrtsparte Hapag-Lloyd habe gut abgeschnitten, meinte Analyst Johannes Braun von der Commerzbank. Die Tui-Papiere zogen um 1,58 Prozent auf 10,61 Euro an. Zu den Verlierern im Index der mittelgroßen Werte zählten hingegen die Aktien von Douglas, die um 0,23 Prozent auf 39,855 Euro sanken. Der Handelskonzern verdiente in seinem ersten Geschäftsquartal 2010/11 weniger als im Vorjahr und verfehlte die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Die Papiere des Bonner Immobilienunternehmens IVG verloren nach überraschend vorgelegten Eckdaten 0,30 Prozent auf 7,345 Euro. Die Titel von Aurubis sanken um minimale 0,05 Prozent auf 42,08 Euro. Die endgültigen Resultate zum ersten Geschäftsquartal von Europas größter Kupferhütte entsprächen zwar den Ende Januar veröffentlichten vorläufigen Daten, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank in einer Studie. Allerdings habe er mit einer niedrigeren Verschuldung per Ende Dezember gerechnet, kritisierte der Experte. Im Dax stiegen die Eon-Titel um 0,88 Prozent auf 24,655 Euro. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der Versorger beim Verkauf seines britischen Stromnetzes auf reges Interesse stoße. Aus informierten Kreisen heiße es, dass die MidAmerican Energy Holding, die PPL Corp. und Cheung Kong Infrastructure an einem Kauf interessiert seien, der etwa 6 Milliarden amerikanische Dollar einbringen könnte.

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