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Blick auf den Finanzmarkt : Dax beginnt Weihnachtswoche im Plus

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Der Dax ist am Montag mit Gewinnen in die Weihnachtswoche gestartet. Lufthansa zählen mit einem Minus von rund einem Prozent zu den Schlusslichtern im Dax. Anleger fürchten, dass die Flugausfälle wegen des heftigen Winterwetters die Gesellschaft teuer zu stehen kommen könnten.

          Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit moderaten Kursgewinnen freundlich in die verkürzte Handelswoche vor Weihnachten gestartet. Der Dax steigt um 0,5 Prozent auf 7015 Punkte. Der MDax rückt um 0,3 Prozent auf 9937 Punkte vor und der Index für Technologiewerte TecDax gewinnt 0,6 Prozent auf 836 Punkte.

          Händler sprechen von vielen Zufallsbewegungen bei sehr dünnen Umsätzen. Für steigende Kurse spreche die bereits sehr gute Entwicklung des deutschen Aktienmarktes im bisherigen Jahresverlauf, die einige institutionelle Anleger dazu veranlasse, ihre Aktienquoten vor dem Jahresende noch aufzustocken. Ansonsten überwögen die Unsicherheitsfaktoren wie die Sorge um den Euro: Der weltgrößte Anleiheninvestor Pimco schlägt nach den jüngsten Gipfelbeschlüssen der EU-Regierungschefs Alarm.

          BDI-Präsident Hans-Peter Keitel stufte das Thema Euro im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa als extrem ernst aber lösbar ein. Zudem belaste die negative Vorgabe der Börsen in Asien. Der Future auf den weltweit bekanntesten Aktienindex Dow Jones Industrial gewann 0,05 Prozent seit dem Xetra-Daxschluss vor dem Wochenende.

          Feste Tendenz am Rentenmarkt

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Montag fester. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 66 Basispunkte auf 125,04 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 36 Basispunkte auf 118,12 Prozent.

          Experten rechnen im Tagesverlauf mit einer anhaltend festen Tendenz am Rentenmarkt. „Die Sorgen um Irland könnten heute das Marktgeschehen bestimmen“, heißt es in einem Ausblick der HSH Nordbank. Am Freitag hatte die Ratingagentur Moody's die Bonität Irlands gleich um fünf Noten gesenkt. Zudem hatte der IWF Zweifel an den Haushaltszielen Irlands geäußert, und die EZB hatte Maßnahmen zur Liquiditätssicherung des Bankensektors ergriffen. Den Bund-Future sieht die HSH Nordbank zwischen 124,35 und 125,40 Punkten.

          Am Primärmarkt für Euro-Staatsanleihen ist in der Woche vom 20. bis 24. Dezember keine nennenswerte Aktivität zu erwarten. „In der Vorweihnachtswoche kommt der Primärmarkt zum Erliegen“, heißt es in einem Ausblick von HSBC Trinkaus. Tilgungen stehen ebenfalls nicht an. Die Kuponzahlungen summieren sich auf lediglich 0,7 Milliarden Euro.

          Am Geldmarkt werden hingegen 7,5 Milliarden Euro emittiert. Am Montag stockt Frankreich zwei Kurzläufer auf. Einen Tag später folgt Spanien mit zwei Aufstockungen. Die Fälligkeiten liegen mit 8,4 Milliarden Euro über dem Emissionsvolumen.

          Euro in Fernost weiter unter Druck

          Der Euro steht an den Devisenmärkten in Fernost zum Wochenbeginn weiter unter Druck. Die Gemeinschaftswährung leide weiter unter der Euro-Schuldenkrise und der Herabstufung der irischen Kreditwürdigkeit um gleich fünf Stufen am Freitag. Der Verkaufsdruck auf den Euro könne sich fortsetzen, bis die Währung auf unter 1,30 Dollar gefallen sei, sagten Händler. Der Dollar wiederum profitierte von den Spannungen zwischen Nord- und Südkorea.

          Ein Euro wurde mit 1,3126 Dollar bewertet, 0,5 Prozent schwächer als im späten New Yorker Handel vom Freitag. Der Dollar wurde mit 84,06 Yen gehandelt, wenig verändert zum amerikanischen Handel. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2736 und zum Dollar mit 0,9690.

          Korea-Konflikt sorgt für Verunsicherung an Asiens Börsen

          Die zugespitzte Lage in Korea hat die Anleger in Fernost zu Wochenbeginn verunsichert. Alle wichtigen asiatischen Märkte lagen am Montag im Minus. Der Dollar profitierte von den Spannungen zwischen Nord- und Südkorea, während der Euro wegen der massiven Herunterstufung Irlands in der vergangenen Woche weiter unter Druck stand. Angesichts der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage war das Volumen jedoch schwach.

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