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Blick auf den Finanzmarkt : Dax auf neuem Jahreshoch

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Vor allem der Blick auf weniger volatile Datenkomponenten, so die durchschnittlich geleistete Wochenarbeitszeit, zeigten, dass es keinen Grund für ein Ende der Liquiditätsschwemme gebe, hieß es weiter. Der Rückgang der Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent auf 9,0 Prozent wurde zudem auch eher kritisch gewertet, da dies auf resignierte Arbeitnehmer zurückzuführen sei, die die Suche nach Arbeit schlicht eingestellt hätten. Mit 36.000 fiel der Stellenaufbau in den Vereinigten Staaten im Januar geringer als mit 136.000 Stellen vorhergesagt aus. „Der Beschäftigungsaufbau läuft langsamer als erhofft. Und es gibt Menschen, die die Suche nach Arbeit aufgegeben haben, während wieder andere in prekären Verhältnissen arbeiten und Kinder hüten oder Wohnungen reinigen“, fasste Douglas Kreps, Managing Director von Fort Pitt Capital Group, den Datenkranz zusammen. Unter den Einzelwerten waren J.P. Morgan auffällig, die 1,9 Prozent auf 44,59 Dollar einbüßten damit die „Rote“ Laterne im DJIA hielten. Zuvor war bekannt geworden, dass die Bank im Betrugsfall um Bernard Madoff offenbar Warnsignale und Hinweise auf Manipulationen ignoriert hatte. Bank of America verloren 0,9 Prozent auf 14,29 Dollar. Die Bank hat ihr Versicherungsgeschäft an die australische QBE verkauft. Dafür erhält sie zunächst eine Vorauszahlung von 700 Millionen Dollar. Weitere Zahlungen soll es später geben; Details wurden nicht genannt. Zudem wurde eine Vertriebspartnerschaft vereinbart. Cisco Systems will Inlet Technologies für 95 Millionen Dollar übernehmen, um die eigenen Netzwerke videotauglicher zu gestalten. Die Aktie stieg daraufhin um 0,6 Prozent auf 22,05 Dollar.

JDS Uniphase haussierten um 26,9 Prozent auf 22,76 Dollar. Der Hersteller optischer Netzwerke überraschte mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Der Umsatz stieg kräftig auf rund 473 Millionen Dollar nach 343 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Aetna sprangen um 12,5 Prozent auf 37,42 Dollar. Der Krankenversicherer übertraf im vierten Quartal die Gewinnprognose. Zudem nahm das Unternehmen die Prognose nach oben. Weyerhaeuser zogen um 3,1 Prozent auf 24,30 Dollar an. Auch der Holzverarbeiter kehrte in die Gewinnzone zurück. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, mit regelmäßigen Immobilienverkäufen für eine Stabilisierung des Barmittelflusses zu sorgen. Die Titel des Glücksspielkonzerns Las Vegas Sands brachen nach schwachen Geschäftszahlen um 8,5 Prozent auf 46,03 Dollar ein.

Amerikanische Anleihen tendierten am Freitag schwach

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