https://www.faz.net/-gv6-157ut

Blick auf den Finanzmarkt : Dax auf neuem Jahreshoch

  • Aktualisiert am

Die Ölpreise haben sich am Montag im asiatischen Handel etwas von ihren Freitagsverlusten erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete 100,30 amerikanische Dollar. Das waren 47 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 24 Cent auf 89,27 Dollar. Am Freitag hatte der eher schwache amerikanische Arbeitsmarktbericht die Ölpreise belastet. Noch am Donnerstag war der Preis für Brent-Öl zeitweise bis auf 103,37 geklettert. Grundsätzlich stützten jedoch die politischen Unruhen in Ägypten weiterhin die Ölpreise, sagten Händler.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,16 Punkte auf 2337,04 Zähler.

Die Aktien der Bank of America haben am Freitagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel zugelegt, nachdem die Großbank die Gründung eines neuen Bereichs zum Umgang mit notleidenden Hypotheken bekannt gegeben hat. Die neue Einheit soll die 1,3 Millionen überfälligen Hypotheken des Instituts betreuen, Zwangsvollstreckungen überwachen und Forderungen von Anlegern zum Rückkauf problembehafteter Hypotheken betreuen. Zudem kündigte die Bank of America an, sich aus dem Geschäft mit Umkehrdarlehen zurückzuziehen. Bei den Umkehrdarlehen konnten über 62-jährige ihre Immobilie beleihen. Die Aktie stieg um 2,2 Prozent auf 14,60 Dollar. Die Papiere der Renasant Corporation sind unverändert mit 15,82 Dollar aus dem nachbörslichen Handel gegangen. Der Allfinanzkonzern hat in einem vom amerikanische Einlagensicherungsfonds unterstützen Deal die American Trust Bank aus Rosvell, Georgia, übernommen.

Wall Street schließt am Freitag gut behauptet und auf Jahreshoch

An den amerikanischen Börsen hat sich am Freitag im späten Geschäft eine positive Tendenz durchgesetzt. Die Indizes bewegten sich im Sitzungsverlauf in einer engen Spanne mit Ausflügen in negatives Terrain. Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht für Januar fiel zwar schwächer als erwartet aus, allerdings schrieben Händler die schwachen Daten dem strengen Winter zu und stellten die Aussagekraft des Berichts in Frage. Der Dow-Jones-Index der 30 Industriewerte (DJIA) gewann 0,2 Prozent oder 30 auf das Jahreshoch 12.092 Punkten, auf Wochensicht kletterte der Index um 2,3 Prozent und vollzog damit den größten Wochensprung seit zwei Monaten. Der S&P-500 stieg um 0,3 Prozent oder 4 auf 1.311 Zähler und der Nasdaq-Composite-Index zog um 0,6 Prozent oder 15 auf 2.769 Stellen an. Das Umsatzvolumen ermäßigte sich auf 0,92 (Donnerstag: 1,00) Milliarden Aktien. Auf 1.477 Kursgewinner entfielen 1.492 -verlierer, unverändert schlossen 122 Titel. Die Erholung des amerikanische Arbeitsmarktes schreitet weiter nur sehr schleppend voran. Untermauert wurde dies durch den geringen Stellenaufbau in wettersensitiven Branchen wie dem Bau- und Transportwesen. „Die Kernaussage ist aber klar positiv für Aktien. Die quantitativen Lockerungen gehen weiter, sagte ein Händler. „Ich denke nicht, dass der Markt dem Bericht sehr viel Aufmerksamkeit widmet“, beschwichtigte ein anderer Marktteilnehmer.

Weitere Themen

Der Dax sendet ein kleines Hoffnungssignal

Börse : Der Dax sendet ein kleines Hoffnungssignal

Der Handelsstreit drückt die Aktienkurse und die Renditen sicherer Anleihen auf Rekordtiefs. Wie es an den Finanzmärkten weiter geht, könnte sich auch an der wichtigen Dax-Marke von 11.500 Punkten entscheiden.

Topmeldungen

Jeder hat sein Kreuz zu tragen: Matteo Salvini am Strand auf Sizilien.

Italienische Regierung : Ohne den Segen des Papstes

Italiens Innenminister Salvini gibt sich gerne als gläubiger Christ. Damit hat er den Zorn Franziskus’ auf sich gezogen – und am Ende auch den des scheidenden Ministerpräsidenten Conte.

An Scholz’ Seite : Manchmal liegt das Glück ganz nah

Das Rennen um den SPD-Vorsitz geht weiter: Wofür die Kandidatin an Scholz’ Seite steht – und wieso der erfolgsverwöhnte Niedersachse Stephan Weil plötzlich beschädigt ist.
Der Charging Bull, eine Bronzestatue im Financial District in Manhattan, New York.

Amerikas Wirtschaft : Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen?

Amerikas Manager-Elite gibt sich neue Prinzipien: Sie will Aktionäre nicht mehr über alles andere stellen. Ihre eigene Vergütung dagegen ist bisher kein Thema.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.