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Weltgrößter Vermögensverwalter : Blackrock legt jetzt 6.800.000.000.000 Dollar an

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Larry Fink, Gründer und Chef der Vermögensverwaltung Blackrock Bild: Reuters

Der Preiskampf zwischen den Vermögensverwaltern ist hart: Die Nummer Eins der Branche hat zuletzt viele neue Milliarden eingesammelt, verdient aber weniger.

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          Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat trotz Milliardenzuflüssen im zweiten Quartal weniger verdient. Der Gewinn schrumpfte um sieben Prozent auf eine Milliarde Dollar, wie Blackrock am Freitag mitteilte. Der Konzern warb 151 Milliarden Dollar an neuen Geldern ein und verwaltete Ende Juni 6,84 Billionen Dollar – neun Prozent mehr als vor Jahresfrist.

          Doch Investoren steckten ihre Mittel vor allem in kostengünstige Anleihenfonds oder ließen Geld auf Konten liegen. Zudem verdiente der Vermögensverwalter weniger mit dem Verleih von Aktien und senkte die Gebühren für einige Fonds.

          Die Konzernerträge sanken daher um 2,2 Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar. Gleichzeitig stiegen die Kosten um vier Prozent auf 2,25 Milliarden Dollar, unter anderem wegen höherer Steuern. Blackrock gehörten die verwalteten Milliarden nicht selbst.

          Das Unternehmen verwaltet fremdes Geld im Auftrag von institutionellen Investoren aber auch für Privatanleger, die etwa in passive Indexfonds des Unternehmens investieren. Blackrock ist dafür verantwortlich, das Kapital in passende oder gewünschte Investments zu stecken und die Stimmrechte etwa auf den Hauptversammlungen der im Portfolio gehaltenen Aktiengesellschaften treuhänderisch für die Investoren auszuüben.

          Blackrock

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          Nach Ansicht von Blackrocks Chef und Gründer, Larry Fink, halten Anleger zu wenig Aktien. Besonders die amerikanischen Börsen sieht er laut einem von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitierten TV-Interview im Aufwind, weil die Kurse in den Vereinigten Staaten nicht allein durch lockere Geldpolitik getrieben seien, sondern auch durch die Steuersenkungen der Trump-Regierung.

          Vermögensverwalter wie Blackrock, Amundi oder die Deutsche-Bank-Tochter DWS liefern sich einen harten Preiskampf. Die Gebühren für Fonds sind unter Druck, nicht zuletzt, weil die seit Anfang 2018 geltenden Regeln für Wertpapiergeschäfte in Europa (Mifid II) für mehr Preistransparenz gesorgt haben.

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