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Blackrock-Anlagestratege : „Das ist kein gutes Umfeld für Aktien“

Martin Lück ist Leiter der Kapitalmarktstrategie für Deutschland bei Blackrock, der größten Fondsgesellschaft der Welt. Sie verwaltet rund 8500 Milliarden Dollar. Bild: Wolfgang Eilmes

Martin Lück ist Anlagestratege von Blackrock, der größten Fondsgesellschaft der Welt. Ein Gespräch über die Tücken der Zinswende, die Gefahr einer neuen Eurokrise und den Umgang mit chinesischen Aktien.

          5 Min.

          Herr Lück, die Europäische Zentralbank (EZB) hat erstmals seit elf Jahren die Zinsen erhöht. War das die richtige Entscheidung?

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Prinzip ja. Aber die Entscheidung kommt zu spät. Rückblickend wäre es besser gewesen, die EZB hätte schon 2021 die Zinsen erhöht, da war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich gesünder als in diesem Jahr. Die EZB hat zu lange gezögert, was der erste Fehler war. Und ihr zweiter Irrtum bestand darin, die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Noch auf ihrer Junisitzung hatte die Zentralbank eigentlich einen kleineren Schritt von 0,25 Prozentpunkten angekündigt. So kurzfristig davon abzuweichen, schadet ihrer Glaubwürdigkeit.

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