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Krypto-Szene : Endlich eine Krise

  • -Aktualisiert am

Technik, Technik, Technik: Dass Bitcoin funktioniert, heißt noch nicht, dass er sinnvoll ist. Bild: AFP

Der Bitcoin rutscht ab. Krypto-Nutzer ziehen Geld ab. Der Stablecoin Terra bricht zusammen. Eine Chance, Auswüchse zu begrenzen.

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          Das Ende ist nahe. Ein beliebte Parole, nicht nur auf Papptafeln, sondern auch schon seit Tag eins der Kryptoszene. Aber in beiden Fällen gilt: Dass es zu Ende ging, weiß man erst, wenn es vorbei ist.

          Tatsächlich aber stehen Krypto-„Währungen" aktuell womöglich vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe. Der Ukrainekrieg hat die Welt verändert und für viele scheinen Technik-Zockereien offenbar nicht mehr so attraktiv, wie es ein sinkendes Handelsvolumen nahelegt. Die Gründe mögen vielfältig sein: Gedrückte Stimmung, Inflation, in der das (echte) Geld nicht mehr so locker sitzt uam.

          Wie ein Menetekel scheint der Zusammenbruch des Stablecoin Terra. Mit 20 Prozent garantierten Zinsen Nutzer locken, Stabilität durch Algorithmen – es schreit förmlich nach Übertreibung im Endstadium: nicht zu verdienende Erträge, die aus Marketingbudgets finanziert werden und die Mathematik als Heilsbringer wie weiland zu Beginn der 2000er Jahre im Bereich der Zertifikate und besicherten „Wert“papiere.

          Ist es also das Ende? Nicht notwendigerweise. Denn wie es so schön heißt: Verschwende keine gute Krise. Für Kryptoanleger und -anbieter wäre jetzt die Zeit, zu begreifen, dass Mathematik und Informatik sinnvolle Hilfsmittel sind, wenn es darum geht, Erträge zu erwirtschaften. Aber am Ende kommt es auf die Wirtschaftlichkeit an und auf die Stabilität. Würden also bitte diejenigen Kryptomodelle aufstehen, die langfristig Zukunft haben? Danke.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

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