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Krypto-Anlagen : Schlechte Zeiten für Bitcoin und Co

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Die Digitalwährung Bitcoin hat mit heftigen Kursschwankungen zu kämpfen. Bild: dpa

Krypto-Anlagen stehen in diesem Jahr sehr unter Druck. Die Stimmung ist schlecht, nun scheinen sich auch Emittenten von ihren Beständen zu verabschieden. Aber die Experten bleiben langfristig optimistisch.

          Dass der Bitcoin-Kurs stark schwankt, ist mittlerweile bekannt. Zwar wurde er dabei zuletzt vom Kurs der türkischen Lira übertroffen, nichtsdestoweniger hat er in dieser Woche abermals eine rasante Berg- und Talfahrt hingelegt. Freitagnacht war der Kurs plötzlich um 100 Dollar gefallen, machte das am Montag zunächst wett, verlor dann abermals, um am Dienstag scharf bis auf 5185,115 Dollar zu sinken. Noch kein neuer Tiefstand, aber knapp dran. Seitdem jedoch hat er sich bis auf zuletzt 5625 Dollar wieder erholt.

          Immer noch belastet die Verschiebung der Entscheidung der amerikanischen -Börsenaufsicht SEC über die Zulassung eines Bitcoin-Indexfonds. Seitdem falle es Investoren schwer, im Kryptomarkt wieder Fuß zu fassen, sagte der Marktexperte Timo Emden von Emden Research.

          ETF-Zulassung könnte bis 2019 dauern

          Die SEC werde sich wahrscheinlich bis Februar 2019 Zeit lassen, sagte Hany Rashwan, Vorstandsvorsitzender des Krypto-Startups Amun Technologies in der vergangenen Woche der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Problem sei, dass der ETF auf Terminkontrakten basiere, sagte Chris Concannon von der Börse Chicago. Es sei noch ungetestet, welche Liquidität der ETF haben müsse. Derzeit ist das Handelsvolumen in den Bitcoin-Terminkontrakten vergleichsweise niedrig. Die mediale Aufmerksamkeit für Bitcoin sei größer, so Concannon. Ein ETF könnte die Liquidität erhöhen, aber die niedrige Liquidität der Terminkontrakte lässt die Börsenaufsicht zögern. Dennoch arbeitet nach der Börse Chicago nun auch die New Yorker Börse an einem Bitcoin-ETF.

          Doch nicht nur die Verzögerungen bei der ETF-Zulassung schaden Bitcoin und anderen Krypto-Anlagen, die man im Grunde noch immer nicht als Währungen bezeichnen mag. Brian Armstrong, Chef der großen Krypto-Börse Coinbase schätzt, dass etwa 10 Prozent der digitalen Münzen für Bezahlzwecke verwendet werden.

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          Mittlerweile machen sich zunehmend Sorgen breit, dass nun auch die Unternehmer, die Krypto-Münzen in Umlauf brachten, Kasse machen. Das gilt besonders für Ether, nicht so bekannt wie Bitcoin, einst fast ebenso groß und stabiler. Im August ist der Kurs um 40 Prozent gefallen, und damit stärker als der von Bitcoin mit 26 Prozent.

          Mit zuletzt 271,52 Dollar liegt der Preis auf einem 11-Monats-Tief. Anfang des Jahres hatten einige Start-Up-Firmen Ether-Münzen herausgegeben, um Projekt zu finanzieren. Das trieb den Preis, doch nun haben einige dieser Unternehmen zu verkaufen begonnen, sagte Biswa Das, vom Krypto-Hedgefonds Bloomwater betreibt zu Bloomberg. Mittlerweile wird schon befürchtet, dass die Ethereum-Plattform nicht ausreichend Transaktionsvolumen für einen Massengeschäft wird abwickeln können, zumal viel der finanzierten Projekte nicht funktionieren. Die Anleger seien zunehmend enttäuscht von den Münzen und Emissionen, heißt es.

          Aber auch wenn die Erholung noch nicht da sei, werde sie kommen, meint Das. Auch technische Analysten plädieren für ein Durchhalten. Chartmuster und Impulsmaße deuteten bei Bitcoin auf ein gute Unterstützung unterhalb von 6000 Dollar hin. Die Krypto-Anlage habe die Marke wiederholt durchbrochen und sich jedes Mal wieder erholt.

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