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Bitcoin und Edelmetall : Palantir kauft Gold als Schutz vor Krisen

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Goldbarren eignen sich hervorragend, um hohe Werte zu speichern. Bild: dpa

Moderne Unternehmen wie Tesla setzen auf Bitcoin. Das tut auch der geheimnisumwitterte Datenspezialist Palantir. Doch er deckt sich zusätzlich mit Gold ein. Aus welchem Grund?

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          Das amerikanische Technologieunternehmen Palantir hat etwas mehr als 50 Millionen Dollar in Gold investiert. Das berichten das Wirtschaftsmedium Barron's und der Finanzdienst Bloomberg mit Verweis auf Details in anlässlich der Quartalszahlen veröffentlichten Dokumente des Unternehmens. Das Gold-Investment ist demzufolge Teil einer außergewöhnlichen Investmentstrategie, die auch Start-ups, SPAC-Vehikel und möglicherweise Bitcoin einschließen solle. Zuvor habe Palantir angekündigt, Bitcoin als Zahlungsmittel von seinen Kunden annehmen zu wollen.

          Das unter anderem von Peter Thiel gegründete Unternehmen stellt spezielle Software für die Auswertung von Daten her. Zu den Kunden gehören auch Behörden und Geheimdienste.

          Schon im Mai habe das Unternehmen angekündigt, auch in Bitcoin investieren zu wollen. Nun aber folgt der Schwenk zum traditionellen Gold. Neu sei zudem, dass das Unternehmen Edelmetalle als Zahlungsmittel akzeptieren wolle. Laut Bloomberg sagte eine Palantir-Sprecherin aber, bisher habe noch kein Kunde mit Bitcoin oder Gold bezahlt.

          Bei der Maßnahme handele es sich laut dem Palantir-Manager Shyam Sankar eher um eine generelle Haltung. Man müsse sich auf eine Zukunft mit mehr sogenannten „Schwarzen-Schwan-Ereignissen“ vorbereiten, so seine Begründung. Damit gemeint sind ungewöhnliche und gravierende Krisenereignisse, die für die Mehrzahl der Finanzmarktteilnehmer völlig unerwartet auftreten.

          Aus den von Palantir eingereichten Dokumenten geht laut Bloomberg hervor, dass die erworbenen Goldbarren im Gewicht von jeweils 100 Unzen an einem sicheren Ort im Nordosten der USA aufbewahrt werden sollen. Das Unternehmen könne jederzeit auf die dort gebunkerten Goldbarren zugreifen – innerhalb üblicher Fristen.

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