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Zukunft des Bezahlens : Warum nicht nur Bares Wahres ist

In der Corona-Pandemie hat sich das kontaktlose Bezahlen etabliert. Bild: Domenic Driessen

Bargeld verliert an Bedeutung, Zahlungen mit Karten nehmen zu, sind aber anfällig. Digitalwährungen sollten das Bezahlen moderner machen, doch sie schwächeln an vielen Ecken. Und nun?

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          Es war Ende Mai, als auf einmal nichts mehr ging: Großflächig fielen Bezahlterminals eines Herstellers aus. Deutschlandweit konnte in zahlreichen Geschäften nicht mehr mit Karte gezahlt werden. Betroffen waren Rossmann und dm, dazu Aldi Nord. Auch die Bäckereiketten Kamps und Ditsch hatten Probleme, außerdem Edeka-Märkte in einigen Regionen, manche Filialen des Discounters Netto und Reisezentren der Deutschen Bahn sowie die sogenannten Servicestores. Für Kartenzahler war das vor allem eine Katastrophe, da die Probleme nicht nur einen Tag andauerten. Teilweise ging wochenlang nichts mehr. Wer sich da an seine Karte und die Kartenzahlung gewöhnt hatte, war aufgeschmissen.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei war das Zahlen per Karte während der Corona-Pandemie populärer geworden. Die Zahl der Bezahlvorgänge mit Scheinen und Münzen brach von 14,58 Milliarden bezahlten Einkäufen innerhalb von zwölf Monaten auf nur noch 10,11 Milliarden bezahlte Einkäufe ein. In Prozent ausgedrückt ist damit der Anteil der Barzahlungen von 46,5 Prozent auf 38,5 Prozent zurückgegangen. Schaut man noch weiter zurück, ist der Rückgang noch gewaltiger. Im Jahr 1994 betrug der Barzahlungsanteil noch 78,7 Prozent.

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