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Bezahldienst von Wirecard : Boon wird eingestellt

Die Bezahl-App Boon wird zum 3. Oktober eingestellt. Bild: Reuters

Die Bezahl-App des Aschheimer Konzerns wird zum Oktober eingestellt. Dabei hatte der Vorstand um den inhaftierten Vorsitzenden Markus Braun das ambitionierte Ziel von 100 Millionen Kunden bis zum Jahr 2025 ausgegeben.

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          Die Wirecard-App Boon wird eingestellt. Der Dienst, der kontaktloses Bezahlen über das Handy ermöglicht, soll nur noch bis zum 3. Oktober fortgeführt werden. „Boon verabschiedet sich von dir“, hieß es in einer Mail, mit der die Nutzer am Montag angeschrieben wurden. „Aufgrund der aktuellen Situation und der Vorkommnisse der letzten Wochen können wir den Service leider nicht länger aufrechthalten.“

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Mit der App dürfte der insolvente Zahlungsabwickler nur rund 10.000 Nutzer erreicht haben. Dabei hatte der Vorstand um den inhaftierten Vorsitzenden Markus Braun den Marktstart als Erfolg gewertet und das ambitionierte Ziel von 100 Millionen Kunden bis zum Jahr 2025 ausgegeben. Mit dem Produkt Boonplanet, zu dem auch ein Girokonto gehört, wollte Wirecard, eigentlich ein auf Geschäftskunden ausgerichtetes Unternehmen, private Endkunden ansprechen – und ging mit einer recht hohen Verzinsung von 0,75 Prozent auf Kundenfang.

          Für die verbliebenen Boon-Kunden besteht grundsätzlich kein Risiko: Selbst wenn auch die Bank noch in die Insolvenz rutschen sollte, sind ihre Gelder durch die gesetzliche sowie durch die freiwillige Einlagensicherung der Privatbanken geschützt.

          WIRECARD

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