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Betriebsrenten : Pensionskassen sollen sicherer werden

Nach der Schieflage: Für Mitarbeiter der Caritas haben sich die Ansprüche an die Betriebsrente reduziert. Bild: AFP

Sie waren die einzige Form der Betriebsrenten ohne eigenen Schutzschirm. Denn die Arbeitgeber sollen einstehen. Das gilt nun nicht mehr.

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          Wie haben sie sich gewehrt: Als die Europäische Kommission vor acht Jahren auf die Idee kam, die deutschen Pensionskassen in die Aufsicht der Versicherer einzubeziehen, haben diese alle Register gezogen. Ein Kapitalbedarf von bis zu 40 Milliarden Euro werde entstehen, wenn das damals noch in Vorbereitung befindliche Solvency II auch für Pensionskassen gelten sollte. Außerdem hafteten ja die Arbeitgeber für die Einrichtungen, die für die Unternehmen häufig die gesamte Abwicklung der Betriebspensionen ihrer Mitarbeiter übernehmen. Die Lobby hatte Erfolg: Auf Basis dieser Argumentation wurde nichts am bestehenden Recht geändert, die regulierten Pensionskassen blieben als einziger von fünf sogenannten Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung ohne eigenen Schutzschirm für den Fall einer Insolvenz.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Zunächst führte die Schweiz neue Eigenkapitalregeln für Versicherer ein. Unternehmen wie Zurich, Basler, Swiss Life oder Helvetia zogen sich wegen der neuen Anforderungen für langfristige Verträge zunächst aus Garantieprodukten und dann auch aus dem deutschen Riester-Markt zurück. 2016 folgte die Einführung von Solvency II für deutsche Versicherer – auch sie bewirkte eine Abkehr von Garantien und von der geförderten Altersvorsorge. Und die Pensionskassen: Sie zeigten sich zum Teil öffentlich stolz darüber, dass sie weiterhin Garantien von 3 Prozent und höher bedienten.

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