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Tanken bleibt teuer : Postboten sollen Benzin bunkern

Lieferwagen vor der Zustellbasis Rödelheim der DHL-Delivery. Bild: Stefanie Silber

Der Ölpreis sinkt an einem Tag um weitere 7 Prozent. An den Tankstellen dagegen fällt die Entspannung gedämpft aus. Die Post trifft nun Vorkehrungen.

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          Der Kraftstoff an den Tankstellen wird nur ganz allmählich etwas billiger. „Tanken in Deutschland bleibt teuer“, schreibt der Automobilklub ADAC in seinem wöchentlichen Preisbericht: 1,526 Euro kostet der Liter Super E10 im Schnitt, das sind 1,6 Cent weniger als vor einer Woche. Und Diesel kostet jetzt durchschnittlich 1,433 Euro je Liter, das sind 1,9 Cent weniger als noch vor einer Woche. „Der ADAC hält die bundesweite Preisgestaltung an den Zapfsäulen weiterhin für deutlich überzogen“, schreibt der Automobilklub: „Trotz des Niedrigwassers wäre angesichts der Entwicklung am Rohölmarkt eine stärkere Senkung der Spritpreise angemessen.“

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Deutsche Post hat mit einem ungewöhnlichen Schritt auf die gelegentlichen Engpässe an Tankstellen reagiert. Wie das Unternehmen bestätigte, gab es eine Art Empfehlung an die Fahrer von Postwagen, gleichsam Benzin zu bunkern. „Die Lage ist nicht bedrohlich“, sagte ein Post-Sprecher. „Aber unsere Fuhrpark-Manager nehmen das trotzdem ernst.“ Es gebe regionale Engpässe in der Versorgung: Manche Tankstellen böten über mehrere Stunden bestimmte Kraftstoffsorten nicht an, andere einen ganzen Tag lang nicht.

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