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Kontogebühren : Achtung, die Banken kassieren jetzt richtig ab

Der freundliche Mann am Schalter nimmt gerne. Motiv einer 80 Jahre alten Spardose. Bild: INTERFOTO

Mehr als 500 Banken haben in diesem Jahr die Kontogebühren erhöht. Vor allem bei Online-Konten langen sie kräftig zu.

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          Die Banken haben ein großes Problem. Sie leiden unter den Negativzinsen, die ihre Erträge zusammenschmelzen lassen und sie zu kräftigen Kosteneinsparungen zwingen. Dieses Problem bekommen nun immer stärker auch ihre Privatkunden zu spüren. Sie ächzen nicht nur ebenfalls unter den Negativzinsen, die sicheres Sparen ohne Aktien kaum mehr möglich machen. Sie werden jetzt auch zunehmend von ihren Banken zur Kasse gebeten.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zum einen passiert das, indem die Finanzinstitute die Negativzinsen einfach an ihre Kunden weitergeben. Üblich ist dann: Wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat, kriegt keine Zinsen mehr, sondern muss negative Zinsen, also faktisch Gebühren, bezahlen. Manche Banken wie der Online-Broker Flatex verlangen sogar schon ab dem ersten Euro solche Negativzinsen, andere erst ab einer Million. Regelmäßig dokumentiert das Biallo, ein Unternehmen, das die Gebühren und Zinsen von Banken vergleicht und im Internet transparent macht. Nach dessen Recherchen verlangen derzeit 124 von rund 1700 Finanzinstituten von ihren Kunden Negativzinsen, davon 61 im Privatkundengeschäft.

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