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Chinas Krisenkonzern : Behörde warnt vor Zahlungsausfall bei Evergrande

  • Aktualisiert am

Nervöse Anleger vor der Evergrande-Zentrale in Shenzen Bild: AFP

Der chinesische Immobilienentwickler steckt in Zahlungsschwierigkeiten. Am 20. September könnten die Zinsen für Kredite nicht bezahlt werden.

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          Die chinesische Wohnbaubehörde hat Banken einem Medienbericht zufolge vor Zahlungsausfällen beim Immobilienkonzern Evergrande gewarnt. Evergrande werde nicht in der Lage sein, die am 20. September fälligen Zinsen für Kredite zu bedienen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider am Mittwoch. Das Unternehmen sei in dieser Woche in Gesprächen mit Finanzinstituten über ein Zinsmoratorium und eine mögliche Verlängerung von Darlehen.

          Anleger fürchten einen Zusammenbruch des Immobilienkonzerns, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzt. Zudem gibt es die Sorge, dass eine Insolvenz Schockwellen durch das chinesische Bankensystem jagt. Evergrande-Aktien gaben rund sechs Prozent nach und fielen auf den tiefsten Stand seit 2014. Auch die Aktien anderer Immobilienkonzerne gerieten unter die Räder.

          Die Meldung über den bevorstehenden Zahlungsausfall setzte die Evergrande-Anleihen unter Druck. Nach einem Kursrutsch von mehr als 20 Prozent ist der Handel mit der bis Mai 2023 laufenden Anleihe von China Evergrande an der Börse Shenzen angehalten worden. Auch der bis Januar 2023 laufende Bond rutschte um rund 20 Prozent ab, der Kurs der in Shanghai gehandelten bis Mai 2024 laufenden Anleihe fiel mehr als 20 Prozent. Für diese Titel kündigte der Börsenbetreiber keine Handelsaussetzungen an.

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