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Bausparkassen : „Der Zinsanstieg kann Haushalte mit geringem Einkommen überfordern“

Einfamilienhäuser in Köln Bild: dpa

Bausparkassen verzeichnen einen Boom wie lange nicht mehr. Doch Verbandspräsident Bernd Hertweck ruft im F.A.Z.-Interview die Politik zum Handeln auf. Wohneigentum müsse „für breite Bevölkerungskreise“ erschwinglich sein.

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          Herr Hertweck, die Bausparkassen profitieren vom Zinsanstieg. Sind sie Krisengewinner?

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nein, die Bausparkassen tragen eher ein Stück weit dazu bei, die Krise zu mildern. Denn sie bieten weiterhin günstige Zinsen. Damit helfen wir vielen Familien, ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu realisieren oder ihr Haus energetisch zu modernisieren.

          Warum ist Bausparen derzeit attraktiv?

          Den Wert des Produktes machen seine Planbarkeit, seine maximale Sicherheit und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität aus. Bausparer kennen schon zu Beginn der Sparphase ihre Darlehenskonditionen. Sie können aber ihren Vertrag jederzeit an die Rahmenbedingungen anpassen. Das Bausparen dient über den wohnungswirtschaftlichen Zweck hinaus auch der Vermögensbildung. Im aktuellen Umfeld mit hoher Inflation und steigenden Zinsen können sich die Bausparer die aktuellen Konditionen für einen längeren Zeitraum sichern. Das ist ein unbezahlbarer Vorteil. Die Zinsen der Bauspardarlehen liegen noch immer zwischen 1,0 und 1,5 Prozent, während zehnjährige Immobilienkredite der Banken derzeit 3,5 Prozent kosten.

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