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Anlagestrategien : Diversifikation über alles

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Diversifikation ist alles! Bild: FEM

Diversifizieren lohnt sich immer. In jedem Portfolio. Das leuchtet auch unmittelbar ein. Doch es gibt noch weitere Erkenntnisse.

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          Diversifizieren lohnt sich immer. Dieser Grundsatz kann als übergeordnetes Prinzip gelten, das anderen Investmentstilen mit klangvollen Namen wie Value-, Growth-, Momentum- oder Contrarian-Strategie vorausgeht.

          Das ganze Geheimnis der Diversifikation lässt sich mit der Kennzahl der Korrelation beschreiben. Je weniger die Werte im Depot miteinander korrelieren, also ihre Wertentwicklung gleichläuft, desto geringer fällt ein Verlust bei einer einzelnen Vermögensposition ins Gewicht.

          Die hilfreiche Korrelation

          Aus Risikogesichtspunkten wäre eine Korrelation zwischen zwei Werten von minus Eins ideal. In diesem Fall würde der Kursverlust einer Position durch den Kursgewinn des anderen völlig ausgeglichen. Negative Korrelationen sind aber in der Realität fast nicht zu finden. Das Gegenteil einer Korrelation von minus eins ist plus eins. In diesem Fall entwickeln sich zwei Positionen identisch. Positive Korrelationen sind häufiger, wenngleich sie in der Praxis plus eines höchstens nahe kommen.

          In der Regel korrelieren Einzelwerte und verschiedene Märkte mit Werten zwischen 0,4 und 0,7. Auch solche Korrelationen erlauben es, die Portfoliostruktur zu verbessern und das Risiko unvorhersehbarer Kursverluste bei einzelnen Aktien, Branchen oder Märkten auszubalancieren.

          Branchen vor Ländern

          In der Vergangenheit waren die Korrelationswerte zwischen den verschiedenen Branchen relativ stabil. Zwischen unterschiedlichen Ländern ist dieser Zusammenhang weniger zuverlässig. Das liegt vor allem am höheren Risiko, das einzelne Länder verglichen mit einzelnen Branchen aufweisen. Im Zuge der Globalisierung laufen die einzelnen Aktienmärkte zudem immer stärker in die gleiche Richtung, so dass die Vorteile einer Länderdiversifikation abgenommen haben. Klarer Schluss daraus: Branchenportfolios diversifizieren besser als Länderportfolios.

          Die Globalisierung sorgt interessanterweise auch dafür, dass andere Anlageklassen gegenüber Aktien attraktiver werden. Denn da die weltweite Vernetzung die Aktien immer stärker miteinander korrelieren lässt, suchen Investoren zunehmend nach Alternativen, um ihr Portfolio zu diversifizieren. Nicht nur gering kapitalisierte Aktien mit eher lokaler Bedeutung, sondern auch Hedge-Fonds, Anleihen oder Immobilien profitieren davon. Insgesamt sind dies starke Argumente dafür, in Fonds zu investieren. Besonders für kleinere Depots. Investmentfonds erlauben es jedem Anleger, sein Vermögen breit zu diversifizieren - international, über verschiedene Branchen und in unterschiedlichen Anlageklassen.

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