https://www.faz.net/-gv6-2i1w

Anlagestrategien : Der Momentum-Ansatz

  • Aktualisiert am

Kursbeschleunigung gesucht! Bild: FEM

Die Momentum-Strategie kombiniert die technische und fundamentale Analyse bei der Aktienanlage. Mit ihr lassen sich überdurchschnittliche Renditen erzielen.

          1 Min.

          Die Momentum-Strategie basiert auf der Überlegung, dass Aufwärtstrends bei Aktiennotierungen aus Seitwärtsbewegungen und so genannten Beschleunigungsphasen bestehen, in denen die Kurse effektiv zulegen. Dabei dauern die Seitwärtsbewegungen oft relativ lange, während die Beschleunigungsphasen eher kurzfristiger Natur sind. Das Ziel der Strategie besteht darin, die Seitwärtsbewegungen zu vermeiden und in den Phasen der Kursgewinne investiert zu sein.

          Gekauft werden vor allem Aktien, die vermuten lassen, dass sie kurz vor einem stärkeren Anstieg stehen. Sie werden herausgefiltert nach dem Momentum. Dieses zeigt an, wann sich die Kursdynamik eines Wertes beschleunigt. Es errechnet sich aus der fortlaufenden Division des aktuellen Kurses mit dem vor x Tagen. Das Ergebnis ist eine Kurve, die Momentumkurve, deren Ausprägung von der gewählten Periodenlänge x abhängt.

          Charttechniker wählen in der Regel eine Einstellung von 20 Tagen. Die Momentumkurve kann wie ein Chart analysiert werden. Wendepunkte im unteren Bereich der Kurve können als Kauf-, Wendepunkte im oberen Bereich können als Verkaufsignale gewertet werden.

          Natürlich ist es damit nicht getan. Der erfahrene Investor wird neben der groben Selektion nach rein technischen Faktoren natürlich noch weitere Kriterien bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigen. Er wird darauf achten, dass das relevante Unternehmen wirtschaftlich gesund ist, in einem Wachstumsmarkt tätig ist und nicht in einer Branche, in der es kriselt. Auch die Handelbarkeit der Aktie sollte eine Rolle spielen, denn er will ja nicht nur zu einem fairen Kurs kaufen können, sondern auch verkaufen.

          Stop Loss-Marken sind Teil der Strategie

          Hat der Anleger seine Werte ausgewählt, dann kauft er die Aktien und setzt sich gleichzeitig ein Kurslimit unter seinem Einstandskurs, zum Beispiel das Tagestief des Vortages. Sobald es erreicht ist, liquidiert er seine Position. Gibt der Wert also unerwartet nach, so hat er damit seinen Verlust begrenzt. Steigt der Kurs dagegen an, so wird das Limit mit steigenden Kursen sukzessive mit nach oben angepasst. Er hält die Aktie so lange und „lässt die Gewinne laufen“, bis der Stoppkurs doch einmal erreicht wird oder sich ein Ende der Beschleunigungsphase abzeichnet.

          Selbst in schwachen Marktphasen lassen sich Werte mit relativer Stärke finden. So kann die Strategie weitgehend kontinuierlich angewandt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben wiederholt ergeben, dass die Strategie überdurchschnittliche Renditen erzielen kann.

          Weitere Themen

          Fulminanter Auftakt für Coinbase

          Krypto-Handelsplattform : Fulminanter Auftakt für Coinbase

          Viele haben mit einem erfolgreichen Börsenstart der Handelsplattform Coinbase gerechnet. Nun wurden die Erwartungen sogar übertroffen. Das Unternehmen wird höher gehandelt als jeder herkömmliche Börsenbetreiber.

          Topmeldungen

          Joe Biden am Mittwoch bei einer Fernsehansprache im Weißen Haus.

          Abzug aus Afghanistan : Biden zieht einen Schlussstrich

          Bis zum 11. September sollen die Soldaten aus Afghanistan abziehen – dann endet Amerikas längster Krieg. Zurück bleibt ein ungutes Gefühl. Doch der Präsident sieht Amerika mitten in einem weit größeren Konflikt.
          Im Mittelpunkt: Emre Can verursachte einen Handelfmeter, mit dem auf dem Rasen nicht alle einverstanden waren.

          Niederlage in Champions League : Aus der Traum für den BVB

          Keine „Weltsensation“: Dortmund gelingt im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester City ein fulminanter Auftakt, am Ende aber muss sich der BVB geschlagen geben. Eine Szene sorgt für Diskussionen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.