https://www.faz.net/-gv6-8k3w9

Bankenbranche im Umbruch : Machen 2000 Volksbank-Filialen bald dicht?

  • Aktualisiert am

Volksbank in Magdeburg: Viele Filialen der großen Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken werden in den kommenden Jahren schließen. Bild: ZB

Weil immer mehr Kunden Bankgeschäfte im Internet erledigen, schließen die Kreditinstitute Filialen. Der Chef einer großen Gruppe macht nun eine klare Ansage.

          Das Filialnetz der Volks- und Raiffeisenbanken könnte sich in den kommenden Jahren merklich ausdünnen. „Von den 12.000 Niederlassungen werden in fünf Jahren vielleicht noch 10.000 übrig sein“, sagte Wolfgang Kirsch, Chef der DZ Bank, gegenüber der „Rheinischen Post“ - das wäre jede sechste Zweigstelle, die wegfiele.

          Unser Leitartikel zum Thema: Das wahre Problem der deutschen Banken

          Die DZ Bank war Ende Juli aus der Fusion des gleichnamigen Instituts mit der WGZ zur drittgrößten Geschäftsbank in Deutschland hervorgegangen. Weil immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte über das Internet abwickeln, schließen viele Kreditinstitute Niederlassungen.

          Zuvor schon hatte die Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken ihre Kunden auf steigende Gebühren eingestimmt. „Wir hatten in der Vergangenheit einen Wettlauf, dass alles kostenlos sein soll“, erklärte Horst Kessel, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands, zum Wochenende hin.

          Aber: „Diese Zeiten sind vorbei, denn die früher gängige Quersubventionierung durch Zinserträge ist in der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht mehr möglich. Irgendwo müssen die Banken ihr Geld verdienen.“ Letztlich seien „ein paar Euro Kontoführungsgebühr nicht entscheidend“, wenn der Kunde die qualitativ hochwertige Beratung erhalte, die er erwarte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Öltanker Stena Impero wurde von den iranischen Revolutionsgarden beim Durchfahren der Straße von Hormuz beschlagnahmt.

          Nach Festsetzen von Tanker : Krise am Persischen Golf spitzt sich zu

          In der Straße von Hormus überschlagen sich die Ereignisse: Iran stoppt zwei britische Tanker, einer wird noch immer von Teheran festgehalten. Die Regierung in London droht mit Konsequenzen – und Washington schickt Verstärkung nach Saudi-Arabien.
          Die kommissarische Partei-Vorsitzende Malu Dreyer

          Diskussion um CO2 : SPD will „Klimaprämie“ einführen

          Wer weniger CO2 verbraucht, soll nach Willen der Sozialdemokraten künftig belohnt werden, sagt die kommissarische Partei-Chefin Dreyer nach der Sitzung des Klimakabinetts. Insbesondere Geringverdiener sollen dadurch entlastet werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.