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Konsolidierung : Banken stehen vor Ausleseprozess

Die Bankentürme dominieren die Frankfurter Skyline. Bild: Frank Rumpenhorst

Deutsche Institute sind weiter zu schwach, um in Übernahmen eine starke Rolle spielen zu können.

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          Wer wissen will, warum europäische und insbesondere deutsche Banken im internationalen Wettbewerb auf den hinteren Plätzen liegen, muss sich nur den elektronischen Zahlungsverkehr anschauen. Während der amerikanische Platzhirsch Paypal seine Marktmacht weiter ausbaut, diskutieren europäische Banken über die Finanzierung des europäischen Zahlungssystems EPI. Die gut 30 Institute sind aber darüber erleichtert, dass sie sich nun auf den grundsätzlichen Rahmen einigen konnten. Ob das im Jahr 2022 ein Fortschritt ist, daran muss gezweifelt werden.

          Denn bis dieses Zahlungssystem endlich für die Kunden bereitsteht, haben andere, insbesondere amerikanische Anbieter den europäischen Markt längst unter sich aufgeteilt. Das zeigt der von den deutschen Banken mühsam aufgebaute Bezahldienst Paydirekt, der nur ein Nischendasein fristet. Der Zahlungsverkehr ist exemplarisch für die Versäumnisse der Banken, insbesondere in der digitalen Welt. Doch viele Fehlschläge können sich die Institute nicht mehr leisten.

          Denn die Banken stehen vor einem Ausleseprozess, wie die Berater von McKinsey in einer aktuellen Studie vorhersagen. Nur jede zehnte Bank zählen sie zu den künftigen Gewinnern. Dass darunter deutsche Adressen sein werden, ist – Stand jetzt – unwahrscheinlich. Um in der von den Aufsehern der Europäischen Zentralbank geforderten Bankenkonsolidierung eine prägende Rolle zu spielen, sind sie zu schwach.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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