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Sorgen vor Abschwung : Banken im Rezessionssog

Frankfurter Bankenviertel Bild: Huebner

Die Aktienkurse sind unter Druck geraten. Die Berater von BCG sehen Herausforderungen. Im Vergleich zu Frankreich, Großbritannien und Skandinavien sind die Ertragsmargen auf dem deutschen Bankenmarkt erheblich geringer.

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          Nach einem guten Jahresauftakt sind die europäischen Bankaktien seit Ausbruch des Ukrainekriegs und den eskalierenden Inflationssorgen deutlich unter Druck geraten. Seit seinem Hoch am 10. Februar hat der europäische Stoxx-Banken-Index fast ein Drittel verloren. Der Leitindex für den Euroraum, der Euro Stoxx 50, hat in diesem Zeitraum nur 18 Prozent eingebüßt. Die zunehmenden Rezessionssorgen an den Märkten bedeuten für die Banken nichts Gutes. Denn dann sind erhöhte Kreditausfälle zu erwarten, die geeignet sind, die Ertragsgewinne dank höherer Zinsen mehr als zunichtezumachen.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing bekräftigte am Montag auf der Konferenz Frankfurt Euro Finance Summit seine Rezessionssorgen. „Ich kann nicht verleugnen, dass ich mir Sorgen darüber mache, was uns in den nächsten zwölf Monaten bevorsteht.“ Nicht umsonst hat der Chefaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB), Andrea Enria, die Institute in der vergangenen Woche dazu aufgefordert, in ihren Plänen zur Kapitalentwicklung ein stärker negatives Konjunkturszenario zu berücksichtigen. Das schließt nach Enrias Worten auch ein potentielles Gasembargo oder ein Rezessionsszenario ein.

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