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Tarifverhandlungen : Bankangestellte bekommen mehr Geld

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Kundengespräch in einer Filiale der HypoVereinsbank 2014 Bild: dpa

Die Bankenbranche kriselt, trotzdem erhalten die Tarifbeschäftigten nach Streiks ein deutliches Lohnplus.

          Die etwa 200.000 Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe erhalten in zwei Stufen insgesamt vier Prozent mehr Lohn. Der neue Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 29 Monaten. Er läuft von Februar 2019 bis Juni 2021, teilten Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi weiter mit.

          Beide Seiten hatten in der Nacht zum Donnerstag einen Durchbruch bei den Tarifverhandlungen erzielt. Auszubildende erhalten ab September 2019 eine Gehaltserhöhung um 60 Euro pro Monat.

          Das Lohnplus sieht kräftig aus angesichts der Tatsache, dass sowohl große als auch kleine Banken kräftig Stellen streichen, Filialen schließen und Kosten sparen.

          In einem ersten Schritt sollen die Entgelte ab September 2019 um 2,0 Prozent steigen. Von November 2020 an werden die Entgelte dann um weitere 2,0 Prozent erhöht. Dies entspreche einer Steigerung der Tarifgehälter über die Laufzeit um durchschnittlich 1,66 Prozent pro Jahr, teilte der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes mit.

          Das Gesamtpaket stelle eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten Arbeitgeberangebot dar, sagte Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister. Dies wäre ohne Streiks der Beschäftigten nicht möglich gewesen. Das Verhandlungsergebnis wird nun den Gewerkschaftsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt.

          In den letzten Wochen war es wiederholt zu Warnstreiks bei Banken und Sparkassen gekommen. Die Einigung wurde in der fünften Runde der Tarifverhandlungen erzielt. Die Gewerkschaften Verdi und dbv hatten zunächst sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert.

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