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Neues Dax-Jahreshoch : Bankaktien machen Boden gut

  • Aktualisiert am

Der Dax ist weiter auf einem hohen Jahresniveau. Bild: dpa

Ungeachtet des Anschlags in Berlin geht es an den Börsen ruhig zu. Der Dax schafft sogar kurzzeitig ein neues Jahreshoch.

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          Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich nach dem starken Lauf in der ersten Dezember-Hälfte etwas lustlos. Zwar konnte der Dax ein neues Jahreshoch bei 11.454 Punkten verbuchen, pendelte aber über weite Strecken kaum verändert zu seinem Schlusskurs vom Montag von 11.426 Zählern. Der Dax bewege sich auf einen technischen Widerstand zu, der einem Durchmarsch im Wege stehe, sagte LBBW-Analystin Antje Laschewski. Seit Monatsbeginn gewann der Dax rund sieben Prozent und  bewegt sich auf dem höchsten Niveau seit 16 Monaten. Der Index sei dieses Jahr früh dran gewesen und habe bereits eine schöne Jahresendrally gezeigt, sagte ein Marktteilnehmer.

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          Der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten und zahlreichen Verletzten brachte die Aktienmärkte kaum aus dem Tritt. „Börsentechnisch hat das - leider - keine Relevanz", sagte ein Händler. Mittlerweile werde der weitaus größte Teil des Handels von Computern gesteuert, die solche Ereignisse ignorierten.

          Schwacher Euro

          Rückendeckung erhielten die Aktienmärkte vom schwachen Euro, der vor allem den exportorientierten Firmen zu Gute kommt, da ihre Waren im Welthandel günstiger werden. Die Gemeinschaftswährung verlor 0,2 Prozent auf 1,0379 Dollar. Die neue Euro-Abwertung könne einer Jahresendrally noch einmal etwas Schwung verleihen, sagte Aktienmarkt-Spezialist Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

          Hintergrund der Euro-Schwäche ist eine Rally beim Dollar, der von Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten profitiert. Er stieg auch zum Yen auf 118,24 Dollar von 117,07 Dollar und nähert sich dem Jahreshoch von 121,68 Yen, das er im Januar erreicht hatte. Die amerikanische Notenbank Fed hatte kürzlich die Zinsen erhöht und weitere Zinsschritte angekündigt. Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen zur Lage des amerikanischen Arbeitsmarkts gaben dem Dollar weiter Auftrieb.

          Italiens Banken sollen gerettet werden

          Im Dax machten Deutsche Bank und Commerzbank nach ihren kräftigen Vortagesverlusten Boden gut und gewannen jeweils mehr als ein Prozent. Die Deutsche Bank steht Insidern zufolge kurz vor einer Einigung im Hypothekenstreit in Amerika. Den Banken halfen nach Angaben von Händlern zudem die Aussichten auf eine Stabilisierung des kriselnden italienischen Finanzsektors.

          DT. BANK

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          Die Regierung in Rom will sich vom Parlament Rückendeckung holen, um sich 20 Milliarden Euro zur Stabilisierung des angeschlagenen Bankensektors zu leihen. Außerdem will sie kurzfristig bei der Traditionsbank Monte dei Paschi  einspringen, die dringend frisches Kapital braucht. Der italienische Auswahlindex war mit einem Plus von 0,7 Prozent unter den größten Gewinnern in Europa.

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