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Zehn Jahre nach „Lehman“ : Was ist die größte Gefahr für das Finanzsystem?

  • Aktualisiert am

Jamie Dimon führt die größte amerikanische Bank. Bild: AFP

Durch den Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers eskalierte die Finanzkrise im Jahr 2008. Was droht heute? Der Chef der größten amerikanischen Bank gibt eine Antwort.

          Vor zehn Jahren meldete die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an – und die Finanzkrise eskalierte. Seither hat es immer wieder Warnungen vor neuen großflächigen Finanz- oder Währungskrisen gegeben. Zum „Lehman“-Jahrestag ist wieder Thema, ob und wo Gefahr droht.

          Der Chef der größten amerikanischen Bank JP Morgan hat nun die Antwort gegeben. „Ich denke, die größte Anfälligkeit ist Cyber, einfach für jeden“, sagte Jamie Dimon gegenüber dem Finanzsender CNBC. „Ich denke, wir müssen darauf fokussieren, die amerikanische Regierung muss das im Blick haben.“

          Der langjährige Bankmanager erklärte, dass Hackerangriffe aus verschiedenen Quellen kommen könnten, durchgeführt von „Terroristen und Staaten“. Und dass sie „echten Schaden“ verursachen können. Das vom ihm geleitete Geldhaus habe viele Mittel ausgegeben in diesem Bereich und sei sicher, aber „wir“ – und damit meinte er die Gesellschaft insgesamt – sollten „uns wirklich sorgen“.

          Hackerangriffe sind ein wichtiges Thema in der gesamten Wirtschaft. Die jährlich dadurch verursachten Schäden schätzen Fachleute auf viele Milliarden Dollar. Zugleich sind nicht nur Unternehmen, sondern auch öffentliche Infrastruktur-Bestandteile Ziel von Angriffen. Das amerikanische Heimatschutzministerium und das FBI warnten in diesem Jahr beispielsweise vor Angriffen auf Elektrizitätswerke. Sie vermuten russische Angreifer dahinter.

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