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Dax bei 10.000 Punkten : Bank-Aktien treiben die Kurse

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Anleger werden am Donnerstag mit vielen Dax-Bilanzen konfrontiert. Bild: dpa

Bank-Aktien sind am Dienstag gefragt. Allen voran legen die Anteilsscheine der italienischen Unicredit stark zu. Anleger setzen nach ein Anteilsverkauf auf weitere deutliche Sannierungsmaßnahmen.

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          Die frühzeitige Klärung der Nachfolge des britischen  Premierminister David Cameron ermutigt am Dienstag die Aktienkäufer. „Damit ist ein bisschen Ungewissheit weg", sagte ein Händler. Das verhalf vor allem dem Pfund Sterling zu Kursgewinnen. Die britische Währung holte etwa zweieinhalb amerikanische Cents auf und notiert bei 1,3243 Dollar. Vor dem Brexit-Votum hatte sie allerdings noch bei rund 1,50 Dollar gelegen.

          Börsianer rechnen nicht mit einer nachhaltigen Erholung des Pfunds. Denn die Bank of England (BoE) dürfte am Donnerstag die Zinsen senken. Derzeit liegt der Zins mit 0,5 Prozent in Großbritannien noch deutlich höher als beispielsweise in der Euro-Zone, wo er bereits bei null Prozent angekommen ist.

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          Die Erleichterung über die Entwicklung in London spiegelt sich auch in den Aktienkursen der Banken wider. Deutsche Bank stiegen um 6,1 Prozent, Commerzbank zogen um 2,8 Prozent an.

          Besonders gesucht waren aber die Titel der HVB-Mutter Unicredit, die um mehr als 13 Prozent in die Höhe schnellten. Der 328 Millionen Euro schwere Verkauf eines Aktienpakets am Online-Broker Fineco Bank kam bei den Aktionären gut an.

          Diese rasche Tat des neuen Chefs Jean-Pierre Mustier reizt überdies zu neuen Spekulationen über einen Börsengang der deutschen Tochter Hypovereinsbank, die die Unicredit erst 2005 erworben und von der Börse genommen hatte. „Bevor die Bank Staatshilfe nimmt, würde sie die HVB an die Börse bringen", sagte ein hochrangiger Banker. Ein solcher Schritt würde sich sofort positiv auf das Kapitalpolster auswirken. Für die HypoVereinsbank könnte das mehr Selbstständigkeit bedeuten.

          UNICREDIT

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          Auch die überraschende Vorlage von Quartalszahlen durch Daimler bewegte den deutschen Aktienmarkt. Der Dax konnte zwischenzeitlich erstmals seit dem Brexit-Schock die Marke von 10.000 Punkten zurückerobern, gab die Gewinne dann aber wieder zum Teil ab und schloss 1,3 Prozent im Plus bei 9964 Punkten. Der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index gewann 1,1 Prozent auf 2011 Zähler hinzu.

          Daimler hat trotz der Schwäche in seinen größten Geschäftsfeldern Pkw und Lkw im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als bisher erwartet. Daimler gewannen 4,2 Prozent, BMW mehr als 5 Prozent, nachdem das Unternehmen im Juni einen guten Absatz verbuchen konnte. Auch Renault gewannen mehr als vier, Peugeot sogar mehr als fünf Prozent.

          DAX ®

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