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Finanzaufseher ordnen an : Banken sollen sich mit mehr Milliarden für nächsten Abschwung wappnen

Bankenzentrum Frankfurt: Deutschlands Geldhäuser sollen sich stärker für Risiken wappnen. Bild: Frank Röth

5,3 Milliarden Euro in zwölf Monaten: Deutschlands Geldhäuser sollen mehr vorsorgen für Risiken. Werden dadurch Kredite teurer?

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          Die deutschen Banken werden gezwungen, sich für wachsende Geschäftsrisiken besser zu wappnen. Die Aufsichtsbehörde Bafin will der Empfehlung des Ausschusses für Finanzstabilität folgen und den antizyklischen Kapitalpuffer aktivieren, vermutlich schon zum 1. Juli. Er soll von Null auf 0,25 Prozent angehoben werden. Das berichtete Bafin-Präsident Felix Hufeld nach der Sitzung des Gremiums.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Banken werden nach seinen Angaben 5,3 Milliarden Euro mehr hartes Eigenkapital nachweisen müssen. Sie haben dafür zwölf Monate Zeit.

          Wenn die Geldhäuser mehr Eigenkapital haben, können sie unerwartete Verluste besser wegstecken. Die meisten Banken liegen über den bisherigen Vorgaben, so dass es ihnen nicht schwerfallen dürfte, die neue Anforderung zu erfüllen.

          Im Ergebnis wird somit zumeist nur Geld aus dem überschießenden Puffer umgebucht. Aber damit werden hohe Ausschüttungen trotz geringer Gewinne erschwert. Ob dieser aus Sicht der Finanzwirtschaft unerfreuliche Effekt dazu führt, dass die Kreditvergabe teurer wird, gilt als schwer prognostizierbar. Dagegen spricht der harte Wettbewerb.

          Die Deutsche Kreditwirtschaft kritisierte den ankündigten Zusatzpuffer. Die deutschen Banken und Sparkassen hätten die Stresstests bestanden, die einen unerwartet starken Konjunktureinbruch im Zusammenspiel mit steigenden Kreditausfällen simulierten. In der aktuell fragilen konjunkturellen Lage könnte der antizyklische Puffer sogar prozyklisch wirken,

          Der Ausschuss für Finanzstabilität bewertet regelmäßig die Risiken für das Finanzsystem, die sich aus einer Gesamtschau der ökonomischen Zusammenhänge ergeben. Neben der Bafin sitzen dort die Bundesbank und das Bundesfinanzministerium.

          Weil die Kreditvergabe der Banken seit einiger Zeit schneller gestiegen ist als das Bruttoinlandsprodukt, will man nun vorsichtig eingreifen, damit die Fallhöhe in einer möglichen Rezession nicht zu groß wird. Wie die Vizepräsidentin der Bundesbank, Claudia Buch, hervorhob, ist in dem schon lange währenden Aufschwung die Verwundbarkeit des Finanzsystems gewachsen.

          Finanzstaatssekretär Jörg Kukies sagte, es handele sich um eine präventive Maßnahme. Ziel sei es, die Widerstandskräfte der Banken rechtzeitig zu stärken, damit diese die Kreditvergabe nicht im Falle eines Abschwungs einschränken müssten. Zwölf Länder haben aus diesem Grund schon den antizyklischen Kapitalpuffer aktiviert. Das strahlt auf deutsche Institute aus – die deswegen 2,3 Milliarden Euro als hartes Eigenkapital beiseite legen müssen.

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