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Neuer Bafin-Chef : Seine Aufgabe ist klar

Soll neuer Bafin-Chef werden: Der Schweizer Mark Branson Bild: Reuters

Im Betrugsfall rund um Wirecard hatte die Bafin keine gute Figur gemacht. Mark Branson muss nun Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt zurückbringen.

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          Ob eine Entscheidung richtig war, lässt sich immer nur im Nachhinein bewerten. Das ist auch bei der Wahl Mark Bransons als neuer Chef der Bafin nicht anders. Der Brite, der zudem einen Schweizer Pass hat, bringt aber vieles von dem mit, was der zukünftige Bafin-Präsident haben sollte.

          Als Chef der Schweizer Finanzmarktsaufsicht Finma hat Branson die Expertise, eine Aufsicht zu führen und bringt die internationale Erfahrung mit, um die deutsche Finanzmarktaufsicht neu auszurichten. Mit den Vorfällen rund um den Betrugsfall Wirecard hat Branson nichts zu tun

          Er muss nichts beschönigen, er kann die Schwachstellen schonungslos offen legen. Zudem macht die Entscheidung für Branson eine vermeintliche Nebensächlichkeit attraktiv: Der 52-jährige hat schon eine Karriere als Banker bei der UBS hinter sich. Diesen Karriereweg zu verlassen und einen vermutlich schlechter dotierten Posten bei einer Behörde anzutreten, könnte von einem gewissen Idealismus zeugen.

          Er hat eine Mission. Die kann nur lauten, verloren gegangenes Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt zurückzubringen. Die Voraussetzungen dafür sind gut.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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