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„Bad Banks“ in der Realität? : So wild ist das Treiben der Investmentbanker tatsächlich

Die echte Investmentbankerin: Sabine Naß im Handelssaal der Deutschen Bank in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Die TV-Serie „Bad Banks“ hat für viel Aufsehen gesorgt. Doch wie realistisch ist der Fernseh-Mehrteiler wirklich? Eine Frankfurter Investmentbankerin berichtet von ihrem Leben im Handelsraum. Einblicke in eine Welt für sich.

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          „Bad Banks“ heißt die Antwort der Öffentlich-Rechtlichen auf den Erfolg der Streaming-Dienste von Amazon bis Netflix: In dem Sechsteiler, der diese Woche endete, spielten Paula Beer (bekannt aus dem Film „Frantz“) als Jana Liekam und Désirée Nosbusch als Christelle Leblanc schon mal die nächste Finanzapokalypse durch. Bevor die Folgen von Arte und im ZDF ausgestrahlt wurden, fanden sie in den Mediatheken mehr als 1,2 Millionen Zuschauer. Viele fanden den Finanzthriller offenkundig spannend – doch wie realistisch ist das vermittelte Bild der Investmentbanker, die koksen, prügeln und Intrigen spinnen?

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In der Frankfurter Bankerszene jedenfalls habe man alle Folgen mit größter Aufmerksamkeit verfolgt, berichtet Sabine Naß. Die 33 Jahre alte Betriebswirtin macht im Handelssaal der Deutschen Bank in Frankfurt an der Mainzer Landstraße, schräg gegenüber den Doppeltürmen, im Prinzip ziemlich genau das Gleiche wie im Film die Hauptprotagonistin Jana Liekam: Sie ist eine „Strukturiererin“, eine Investmentbankerin, die auf strukturierte Finanzierungen von Immobilien spezialisiert ist. Sie leitet ein Team aus drei Frauen und zwei Männern.

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