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Niedrigzins-Phase : Finanzaufsicht verbietet Caritas Pensionskasse das Neugeschäft

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Wie sicher ist die Rente? Zumindest einige Träger von betrieblichen Renten werden derzeit verstärkt von der Finanzaufsicht überwacht. Bild: dpa

Die Finanzaufsicht greift erstmals zu einem ihrer schärfsten Schwerter: Die Pensionskasse der Caritas darf keine neuen Betriebsrenten-Verträge mehr abschließen.

          Die Finanzaufsicht greift in Sorge um die dünne Kapitaldecke vieler Pensionskassen in der Niedrigzins-Phase zu einer drastischen Maßnahme: Die Pensionskasse der Caritas darf seit Ende Oktober keine neuen Betriebsrenten-Verträge mehr abschließen oder bestehende aufstocken, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Dienstag mitteilte. Die 65 Jahre alte Organisation zählt 25.000 Kunden, die Mitarbeiter der katholischen Kirche, Mitglieder von Ordensgemeinschaften und Hilfsorganisationen sind. Mit knapp neun Millionen Euro an Beiträgen und 518 Millionen Euro Kapitalanlagen zählt sie zu den kleineren Pensionskassen.

          Sie könne derzeit die Anforderungen an ihre Solvenzquote nicht erfüllen, erklärte die Bafin, habe also nicht genügend Eigenmittel, um die Ansprüche ihrer Versicherten zu befriedigen. Der Sanierungsplan, den die Pensionskasse vorgelegt habe, sei unzureichend.

          BaFin-Exekutivdirektor Frank Grund hatte bereits im Mai wegen der finanziellen Lage zahlreicher der 137 deutschen Pensionskassen Alarm geschlagen. Einige davon mussten bereits ihre Leistungen kürzen. Das erwägt auch die Pensionskasse der Caritas mit Sitz in Köln.

          Es droht die Abwicklung

          Bei einigen Pensionskassen sehe es besonders ernst aus, sagte Grund. Er appellierte an die Träger, also die Arbeitgeber, bei ihnen Geld nachzuschießen. Das wäre auch für die Pensionskasse der Caritas die einzige Rettung, sonst droht ihr die Abwicklung. Hinter ihr stehen unter anderem die regionalen Einheiten der Hilfsorganisation, die im Deutschen Caritasverband vereinigt sind. Der langjährige Vorstandschef der Pensionskasse der Caritas, Christof Heinrich, ist in der vergangenen Woche zurückgetreten. Sein Nachfolger Olaf Keese, der von der Peugeot Pensionskasse kommt, soll das Unternehmen nun stabilisieren.

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