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Die Vermögensfrage : Auch junge Menschen sollten sich für den Ernstfall wappnen

  • -Aktualisiert am

Der Ernstfall kommt meist unerwartet. Bild: Hannah Aders

Jeder kann einmal in die Situation kommen, in der er oder sie für eine bestimmte Zeit oder bis zum Lebensende nicht mehr eigenhändig handeln kann. Dann ist es gut, wenn für diesen Fall rechtzeitig vorgesorgt worden ist.

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          Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder schlicht das Alter – jeder kann einmal in die Situation kommen, in der er oder sie für eine bestimmte Zeit oder bis zum Lebensende nicht mehr eigenhändig handeln kann. Doch Rechnungen müssen weiter beglichen, mitunter auch ein Pflegeheim ausgesucht oder verschiedenen medizinischen Behandlungen zugestimmt werden. Dann ist es gut, wenn jemand für diesen Fall vorgesorgt und in einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung geregelt hat, wer sich um die verschiedenen Belange, also das Vermögen sowie Fragen rund um die Gesundheit oder die Unterbringung in einem Pflegeheim kümmert.

          Denn entgegen einer immer noch weitverbreiteten Meinung sind es eben nicht automatisch der Ehepartner oder bei volljährigen Kindern die Eltern, die sich dann um die Belange kümmern dürfen. Liegt keine Vollmacht vor, weist das Betreuungsgericht einen Betreuer zu. „Vielen Verbrauchern ist nach wie vor nicht bewusst, dass im Ernstfall weder der Ehepartner noch Kinder rechtsgeschäftlich für den Betroffenen tätig werden können und erst recht keine Entscheidung für diesen über medizinische Maßnahmen treffen können“, bestätigt Bernd Schmalenbach, Fachanwalt für Erb- und Steuerrecht in Sindelfingen. Daher sollte jeder ab dem 18. Lebensjahr festhalten, wer entscheiden und handeln soll, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. „Langsam erkennen auch jüngere Menschen, dass es sinnvoll ist, eine Vorsorgevollmacht zu errichten“, sagt der Dresdner Notar Heribert Heckschen. Allerdings besitzen viele noch immer keine Vorsorgevollmacht.

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