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Schuldenkrise : Argentiniens Misere

Die Corona-Krise trifft Argentinien hart: Schlangen vor einer Suppenküche in Buenos Aires Bild: dpa

Das südamerikanische Land wird von der Corona-Krise so hart getroffen, dass es in einen Abwärtsstrudel zu geraten drohte. Die Einigung mit Gläubigern öffnet den Weg für neue IWF-Hilfen.

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          Eine Einigung mit den Gläubigern auf der Zielgeraden hat Argentinien angekündigt und gleichzeitig die Frist bis zum 24. August verlängert. Möglicherweise muss noch an der einen oder anderen Stelle nachverhandelt werden. Bis zuletzt haben sich viele Gläubiger – unter ihnen Blackrock, der größte Vermögensverwalter der Welt – unnachgiebig gezeigt. Doch viele Möglichkeiten bleiben ihnen nicht, um ein noch besseres Ergebnis rauszuholen.

          Denn in Argentinien läuft schon längst nichts mehr ohne den Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Wirtschaft des Landes gerät immer mehr in den Sog der Corona-Krise. Ohne Schuldenerlass und neue IWF-Hilfen würde sich die Zahlungsunfähigkeit bis auf weiteres fortsetzen, ohne die geringste Hoffnung auf Erholung. Auch die Gläubiger müssen in dieser Situation zu Zugeständnissen bereit sein, wollen sie weitere Verluste ihrer Anlagen in Argentinien vermeiden.

          Das fällt angesichts der neun Staatsbankrotte Argentiniens schwer, zumal die jeweiligen Regierungen regelmäßig internationale Investoren vor den Kopf stoßen. Allerdings müssen sich große Anleger wie Blackrock der Risiken in Argentinien schon lange vorher bewusst gewesen sein.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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